Gschwend Neue Glasfaser und alte Wasserrohre

Bild vom Spatenstich des Baugebiets Maiäcker II in Schlechtbach am 26. April. Nun geht es um die Verlegung von Glasfaser- und Wasserleitungen.
Bild vom Spatenstich des Baugebiets Maiäcker II in Schlechtbach am 26. April. Nun geht es um die Verlegung von Glasfaser- und Wasserleitungen. © Foto: Rainer Kollmer
Gschwend / Rainer Kollmer 06.07.2018
Im Baugebiet Maiäcker II in Schlechtbach sollen bereits in diesem Jahr die Vorbereitungen für eine Breitbandverkabelung getroffen werden – auch wenn die Verlegung erst fürs kommende Jahr budgetiert ist.

Mit der Erschließung des Baugebiets Mai­äcker II in Schlechtbach sieht die Gemeindeverwaltung die Möglichkeit, die geplante Breitbandverkabelung frühzeitig voran zu bringen und veraltete Wasserleitungen auszutauschen. Für die gewählten Gemeindevertreter und das Rathaus sind die Synergieeffekte verlockend. Vor Investitionen ins Bodenlose schrecken die Verantwortlichen dennoch zurück. Denn das Geld für Baumaßnahmen 2018 ist verplant und ausgegeben.

So ist vorgesehen, den Kabelverzweiger in der Albert-Florath-Straße noch in diesem Jahr mit Glasfaser anzuschließen, wie Sachbearbeiter Thomas Munz von der Gemeindeverwaltung erläuterte. Das Landratsamt weist nun darauf hin, dass auch der Verzweiger am nördlichen Ortseingang (aus Richtung Gschwend) mit Glasfaser angeschlossen werden kann. Ein dritter könnte dann in der Schulstraße über bereits vorhandene Leerrohre ohne weitere Grabarbeiten mit dem Netz verbunden werden. An dieser Strecke finanziert der Landkreis die Backbone-Leitung in Richtung Birkenlohe.

Mit der Verlegung einer Gasleitung durch die EnBW-ODR fallen weitere Grabarbeiten an, sodass der Umstand günstig ist, bereits jetzt die drei Kabelverzweiger zu installieren. Vorbereitend können damit auch die Leerrohre für das Glasfaserkabel verlegt werden. Die Kosten für die drei Verzweiger belaufen sich auf 90.000 Euro, die Verlegung der Gasleitung wird mit weiteren 28.000 Euro veranschlagt. Die Investition von knapp 120.000 Euro ist bereits im Haushalt 2019 eingeplant. Das aktuelle Bauvorhaben würde deshalb im Vorgriff auf das kommende Jahr umgesetzt werden. „Das ist sinnvoll, weil eh aufgegraben wird“, war aus den Reihen der Anwesenden zu hören. Nach längerer Diskussion erteilte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme seine Zustimmung.

Bereits 1935 wurde „Im Zeiren“ eine Wasserleitung aus Gusseisen verlegt, die im Zuge der Bauarbeiten bei den aktuellen Grabarbeiten in Schlechtbach ausgetauscht werden könnte. Stefan Blessing beschrieb als Bauverantwortlicher im Rahmen der Sitzung zwei Alternativen: Ein Neubau mit 200 Metern Länge würde etwa 120.000 Euro kosten und den erwünschten Ringschluss ermöglichen, ein Austausch der Leitung auf nur 100 Meter die Hälfte. Die Gemeinderäte Karl Altvater, Jürgen Haug, Bernd Wahl und Steffen Wahl appellierten an das Gremium, „alles so zu lassen, wie es ist“, da die Leitung bisher keine Probleme gemacht habe und an anderen Standorten weitaus dringendere Maßnahmen notwendig seien. Abschließend lehnte das Gremium die Erneuerung mehrheitlich ab.

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