Energie Naturstromspeicher vorgestellt

Ingenieur Alexander Schechner und Heike Bergmann von Voith Hydro (von rechts) informierten den CDU-Politiker Peter Hauk über das Projekt Naturstromspeicher.
Ingenieur Alexander Schechner und Heike Bergmann von Voith Hydro (von rechts) informierten den CDU-Politiker Peter Hauk über das Projekt Naturstromspeicher.
Gaildorf / PETER LINDAU 22.10.2013
Das Gaildorfer Projekt Naturstromspeicher kombiniert in bisher nicht da gewesener Form die Elemente Windkraft und Pump-Speichertechnik. Dafür hat sich auch Peter Hauk von der CDU interessiert.

Der frühere baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk befand sich zusammen mit seinem Fraktionskollegen Helmut Rüeck auf einer "Tour dEnergie" durch den Landkreis Hall. Dabei führte ihn der Weg auch nach Winzenweiler, um mitten im Pücklerschen Wald Neues über das Projekt Naturstromspeicher zu erfahren. Diplom-Ingenieur Alexander Schechner und Heike Bergmann von Voith Hydro aus Heidenheim hatten zusammen mit Projektpartner Markus Müller von der Baufirma Max Bögl einiges an Zahlen vorbereitet.

Der Gaildorfer Naturstromspeicher ist dafür ausgelegt, Strom kurzzeitig zur Verfügung zu stellen. Das System könne innerhalb einer Minute reagieren, erläuterte Schechner zunächst vor dem Windmessmast bei Winzenweiler und später in einer Forsthütte. Der Süden Deutschlands biete die topografischen Möglichkeiten, auf klassische Art und Weise Strom auf der Basis von Wasserkraft zu speichern. Ein Pump-Speicherkraftwerk sei auch volkswirtschaftlich optimal. Die Anlagen könnten auf jeden Fall auch noch von der nächsten Generation genutzt werden.

Um das ohnehin schon stark belastete Stromnetz zu stabilisieren, empfiehlt sich der Naturstromspeicher auch völlig losgelöst vom Thema Windkraft. Wenn in Deutschland wenig Strom benötigt wird, können die Speichertürme mit Energie aus Gas oder Kohle geladen werden. Steigt der Bedarf an Strom plötzlich an, werde die Energie relativ schnell wieder frei gestellt.

Für Heike Bergmann von der Geschäftsleitung von Voith Hydro überzeugt die hier eingesetzte Technik auch durch ihre Effizienz. "Wir erreichen mit der Pump-Speichertechnik 80 Prozent Wirkungsgrad." Pumpe und Turbine seien in diesem Konzept nicht mehr getrennt.

Unter dem Aspekt eines Netzmanagements regte Hauk das Nachdenken über einen lastabhängigen Strompreis an. Generell, so Hauk, "benötigt es zum Thema Lasten im Netz politische Impulse". Diese wolle er nun geben.

Info Gegen das Projekt demonstrieren zwei Bürgerinitiativen am Samstag, 26.Oktober, ab 14 Uhr in Michelbach. Treffpunkt ist am Friedhof.

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