Neues Moped, neues Glück: Mit seinen 31 Jahren will es Max Nagl im Jahr 2019 in der ADAC MX Masters noch einmal wissen. Sofern ihn nicht wieder eine Verletzung ausbremst, möchte der Kapitän der deutschen Motocross-Nationalmannschaft die Brot-und-Butter-Rennserie gewinnen. Denn hier lockt der Veranstalter mit guten Preisgeldern. Der ADAC spricht in diesem Zusammenhang von einer Gesamtsumme von rund einer Viertelmillion Euro. Wer sich als Fahrer eine Startnummer in der WM leistet, ist froh über etwas Handgeld.

Doch der Familienvater wird in Sachen WM kleinere Brötchen backen müssen als gewohnt. Nagl hat angekündigt, nur an den europäischen Rennen starten zu wollen. Immerhin sind das ein gutes Dutzend Termine. Die Gastspiele der MXGP zum Auftakt in Argentinien oder die beiden Einsätze in China muss er dann der Konkurrenz überlassen. Diese ist mit den Red Bull KTM-Factory-Piloten Jorge Prado in der MX2 und Supertalent Antonio Cairoli in der großen Klasse wieder mit bekannten Namen besetzt.

Wer die Top-Stars zum Beispiel am 30. und 31. März im niederländischen Valkenswaard erleben möchte, muss im Vorverkauf mindestens 55 Euro für ein Wochenend-Ticket investieren. Vor Ort dürfte die Eintrittskarte dann 75 Euro kosten. In Deutschland macht die Motocross-WM am 23. Juni in Teutschenthal Station. Danach stehen zwei Termine in Indonesien an. Nach dem Großen Preis von Tschechien am 28. Juli in Loket und dem MXGP von Belgien am 4. August in Max Nagls Wahlheimat Lommel, ist dann mit der ADAC MX Masters wieder der Motorsportclub Gaildorf am Zug. Am 10. und 11. August kehrt der Rennzirkus auf die legendäre „Wacht“ zurück.

Niederroßbach

Zurück zu den Wurzeln

Bis dahin dürfte sich in der europäischen Königsklasse auch abzeichnen, was aus den Ankündigungen von Max Nagl und dem mit 23 Jahren deutlich jüngeren Stefan Ekerold geworden ist. Neben Nagl möchte auch Ekerold die Masters-Serie gewinnen. Als Fahrer sind beide für Spitzenplätze gut und materialtechnisch zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Nachdem Nagls bisheriger Arbeitgeber TM Racing beschlossen hat, in der WM zu pausieren, steht der Weilheimer jetzt wieder bei KTM Sarholz Racing Team unter Vertrag. Ekerold wird wieder für das Castrol Power 1 Suzuki Moto-Base Team starten, das er Ende 2017 verlassen hat. „Im Nachhinein betrachtet, war das damals wohl ein Fehler“, räumt Ekerold ein. „Ich habe bei Teamchef Michi Peters ein fast fami-   liäres Umfeld und fühle mich in dem Team einfach rundum wohl. Zudem liegt mir die Suzuki RM-Z 450 richtig gut.“ Seine Chancen schätzt der Weiskirchener realistisch ein. „Fahrer wie Max Nagl sind natürlich eine internationale Benchmark“, meint er mit Respekt. „Um den Masters-Titel gewinnen zu können, muss ich an meiner Konstanz arbeiten und alle Details müssen passen. Aber ich sehe mich auf einem guten Weg. Mein Tempo ist nicht schlecht und ich möchte auf jeden Fall regelmäßig aufs Podium fahren“, so Ekerold. Für beide Titelkandidaten bleibt zu hoffen, dass die Motocross-Saison 2019 ohne Verletzungen abgehen wird. Diese hatten Ekerold und zuletzt auch Nagl aus dem Rennen geworfen. Gewonnen hat Henry Jacobi. Der aktuelle Masters-Champion startet 2019 in der MX2-Weltmeisterschaft für sein neues Team F&H Kawasaki.

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Motocross-Termine im Jahr 2019


ADAC MX Masters
13./14. April Fürstlich Drehna
1./2. Juni Möggers (Österreich)
29./30. Juni Mölln
20./21. Juli Tensfeld
10./11. August Gaildorf
31. August/1. September Bielstein
14./15. September Holzgerlingen

Weltmeisterschaft
23. Juni Großer Preis von Deutschland in Teutschenthal

Großer Preis der Nationen
29. September in Assen (Niederlande)