Horst Hägele ist am 8. Dezember im Alter von 82 Jahren überraschend gestorben. Der Eutendorfer war ein Spezialist für die Zubereitung von Spanferkeln und weit über die Grenzen des Gaildorfer Stadtteils bekannt. Er belieferte jahrzehntelang Vereine, Kirchengemeinden, Firmen und Privatleute bei Festen.

Die Ranch als zweite Heimat

Dazu kam Hägele durch seine Leidenschaft für die Hobby-Landwirtschaft. Unterhalb des städtischen Bauhofs in Richtung Steppach konnte er sich auf seiner Ranch um Schafe, Hasen und Ziegen kümmern. Die Ranch war ihm zur zweiten Heimat geworden und für ihn wohl ein Ausgleich zu seinem Beruf. Mehr als 40 Jahre lang arbeitete er als Maschineneinsteller bei der Firma Bott und danach bis zu seinem Vorruhestand fünf Jahre bei der Firma Erkert in Sulzbach/Murr. Danach konnte er sich verstärkt seinen Hobbys widmen.
Horst Hägele war Zeit seines Lebens ein Vereinsmensch. Als in Eutendorf noch nicht im Verein Fußball gespielt wurde, schnürte er für den FC Ottendorf die Kickstiefel. Als im Jahr 1966 der TSV Eutendorf ins Leben gerufen wurde, war Horst Hägele Gründungsmitglied und spielte fortan beim TSV. „Also, schießen konnte er“, erinnert sich Hugo Schmiedt an seinen damaligen Mannschaftskameraden, der nach seiner aktiven Zeit in der AH weiterspielte und als Fußball-Ruheständler die Heimspiele des TSV besuchte. Die TSV-Familie wird ihr Ehrenmitglied „Hotte“ in guter Erinnerung behalten.

Langenau

Auch die Vorsitzende des Liederkranzes, Elke Weller, erinnert sich an Hägeles engagierte aktive Zeit: als Sänger im ersten Tenor, an seine Zeit im Beirat und sein Mitwirken etwa bei Beerdigungen. „Er war ein richtig guter Sänger, der aus vollem Herzen mitsang.“ Seine Auszeichnungen spiegeln die große Wertschätzung der Sängerfamilie wider: Ehrung für 50 Jahre aktives Singen, Goldene Ehrennadel des Chorverbands Region Kocher, und 2018 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Bis zuletzt dabei

Horst Hägele hatte sich neben seiner großen Familie nur wenig Zeit für sich selbst gegönnt, sagt sein Sohn Jürgen. Auch bei der Feuerwehr war er 22 Jahre lang Schriftführer und war bei den Festen, angefangen in der Wilhelm-Härpfer-Halle, bis zuletzt dabei. Auch beim MSC war er im Küchenbereich eine wichtige Stütze.
Horst Hägele wird heute im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.