Eine kleine Abschlussklasse mit zehn Schülerinnen und fünf Schülern der Werkrealschule feierte am Donnerstagabend in der Fichtenberger Gemeindehalle zusammen mit Eltern, Verwandten und den Lehrerkollegien aus Fichtenberg und der Nachbarschule Oberrot einen emotionsgeladenen Abschied, der manchem im Kollegium, so der Klassenlehrer und zugleich kommissarische Schulleiter Andreas Haller, „das Pipi in die Augen trieb“.

Das Wichtigste zuerst: Alle Schüler hatten bestanden. Jeremias Klingbeil war mit einem Durchschnitt von 1,8 Klassenbester, dicht gefolgt von Jennifer Mahler (2,0), Felicia Pirkl (2,1) und Linus Aich (2,1).

Nach dem obligatorischen Einzug der Schülerinnen und Schüler moderierte Linus Aich im klassischen Lederhosen-Outfit eine abwechslungsreiche Bilderschau über die letzten drei Schuljahre.

Einen Wettbewerb im Baumstammnageln entschied der Fichtenberger Bürgermeister Roland Miola dank eines Werkzeugvorteils (größter Hammer) für sich, der Ausgang des Afterwork-Maßkrug-Stemmens war ebenfalls vorbestimmt: die Lehrerinnen Seehuber (Fichtenberg)/Esslinger (Oberrot) unterlagen den Lehrern Haller (Fichtenberg)/Müller (Oberrot), wenn auch nur knapp.

In seiner Rede zeigte sich Roland Miola erfreut über die Tatsache, dass dank positiver Anmeldezahlen an der Oberroter Werkrealschule der eigene Schulstandort für weitere fünf Jahre gesichert bleibt – die beiden Schulen sind schon vor Jahrzehnten eine Kooperation eingegangen. Miola hob auch das soziale Engagement der Abschlussklasse und der Schule für Gemeinde, Kirche und Vereine hervor. Unter anderem habe man, unterstützt von Uli Braxmaier, vielseitig verwendbare Spuckschutzvorrichtungen gebaut, das Helferfest bei der 1200-Jahr-Feier betreut und beim Weihnachtsfest und bei der kürzlich erfolgten Einweihung des Bewegungsplatzes mitgewirkt.

Mit einem Dank an Eltern, Lehrer, Hausmeister Werner Seeger und Schulsekretärin Hannelore Tschampa verabschiedete Miola die Schülerinnen und Schüler und gab ihnen noch eine Lebensweisheit des Grafen Zeppelin mit auf den Weg: „Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen.“

Die Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Sturm hatte drei Wünsche für die Schulabgänger in der Tasche: Glück, Mut und Erfolg.  Erfolg brauche nicht unbedingt Abitur, sagte sie. Zahlreiche Beispiele zeigten, dass die Fichtenberger Schüler im Anschluss erfolgreich weitere Schul- und Berufslaufbahnen eingeschlagen hätten.

Mit- statt gegeneinander

Für die Bewirtung in der Pause und während der Veranstaltung sorgten zusammen mit dem Klassenlehrer Björn Jäger die Eltern und Schüler der Klasse acht. Mit den Einnahmen daraus soll der Abschlussausflug teilfinanziert werden.

Ein im Anschluss an die Pause aufgeführten „Tanz-Battle“, der in einen gemeinsamen „Tanz der Kulturen“ mündete, sollte laut Moderator Aich aufzeigen, dass es zusammen eben mehr Spaß macht, als gegeneinander.

Tanja Schmidt, Elternbeirätin der Klasse 9, holte weit aus und streifte in ihrer einfühlsamen Rede Kleinkindzeit, Kindergarten, Einschulung und Schulzeit. Sie betonte insbesondere auch den Erziehungsauftrag der Eltern und dankte dafür, „dass uns solche Lehrer an die Seite gestellt wurden“. Ihre weitreichende Aufforderung an die Schulabgänger: „Probiert aus, was geht und erobert die Welt!“

Abschied mit Geschenken

Emotional wurde es auch als die Schülersprecherin Felicia Pirkl und ihre Mitschülerin Jennifer Mahler sich mit zahlreichen Geschenken bei ihren ehemaligen Lehrerinnen, Lehrern, bei den Elternvertreterinnen, der Schulsekretärin, dem Hausmeister und speziell auch bei ihren Eltern bedankten. Co-Moderator Andreas Schmidt überreichte zwei Erlebnis-Gutscheine fürs komplette Lehrerkollegium.

Beim anschließenden Auftritt der Schulband drückte Leadsängerin Felicia zunächst nochmals auf die Tränendrüse, bevor Bandleader Christian „Didi“ Müller mit seiner Combo den Saal ordentlich zum Rocken brachte. In einer von der Elternbeiratsvorsitzenden abgeschauten „Bikini“-Rede (kurz und knapp) sagte Schulleiter Haller seinen Schützlingen „Farewell“  und dankte dem Fichtenberg und dem Oberroter Kollegium sowie dem Hausmeister und der „heimlichen Chefin der Schule“, seiner Sekretärin Hannelore Tschampa.

Mit dem Höhepunkt des Abends, der Zeugnisübergabe an die Schulabgänger und dem Abschlusslied endete die unterhaltsame Abschlussfeier der Fichtenberger Neuner.

Schule verliert zwei engagierte Lehrerinnen


Abschied Zwei verdiente Lehrerinnen verlassen zum Schuljahresende die Fichtenberger Schule: Brigitte Samrock geht nach 18 Fichtenberger Jahren als engagierte Grundschullehrerin in den wohlverdienten Ruhestand und Kathrin Kinzler zieht es nach acht intensiven Jahren wieder näher an ihre ursprüngliche Heimat. Schulleiter Andreas Haller und Bürgermeister Roland Miola bedanken sich bei beiden für ihr außerordentliches Engagement. Die beiden scheidenden Pädagoginnen werden kommende Woche noch in einer privaten Feier von ihrem Kollegium verabschiedet.

Dank Auch die  Elternbeiratsvorsitzende Alexandra Sturm wurde verabschiedet. Schulleiter Haller dankte ihr für ihren unermüdlichen Einsatz. Unter anderem zeichnete Sturm in den letzten drei Jahren für die Anschaffung und Finanzierung des Trinkwasserspenders verantwortlich. riha