Freizeit Miola will neues Netzwerk aufbauen

Fichtenberg / Karl-Heinz Rückert 05.04.2018

Konrad „Konny“ Mandl hat sich nach über 30 Jahren als Ideengeber und Organisator aus dem Oster- und Sommerferienprogramm zurückgezogen. Das Programm für die diesjährigen Sommerferien liegt nun in den Händen der Gemeindestiftung. Die sah sich kurzfristig außerstande, ein Programm für die Osterferien auf die Beine zu stellen.

Noch im Herbst letzten Jahres wurde dem Fichtenberger Osterferienprogramm von der Sparkassenstiftung Umweltschutz zusammen mit dem Schwäbischen Heimatbund der Jugendpreis zum Kulturlandschaftspreis verliehen, der mit 1500 Euro dotiert ist. Mit diesem Preis zeichnen die beiden Organisationen Projekte aus, die sich im besonderen Maße um den Erhalt der durch Menschenhand über Jahrtausende geschaffenen Kulturlandschaften kümmern.

Silke Rieger-Paxian und Konrad Mandl hatten in einer umfangreichen Beschreibung der Projekte, die jährlich bis zu 40 Kinder zusammen mit interessierten Erwachsenen während den Osterferien seit 2009 durchführten, die Bewerbung um den Jugendpreis angestoßen.

Engagement ausgezeichnet

Ein honoriger Kreis hielt damals die Festansprache bei der Preisverleihung in Sontheim an der Brenz, darunter die Landtagsabgeordnete und Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, und Dr. Volker Kracht, Vorsitzender der Jury. In seiner Laudatio hob Dr. Kracht die Ziele des Kulturlandschaftspreises besonders hervor: „Der Kulturlandschaftspreis soll öffentliche Anerkennung für Pflegeprojekte und Bewerber sein, die mit langjährigem Engagement, beeindruckenden Leistungen und großer Liebe zu Landschaft und Natur dafür sorgen, dass unsere Kulturlandschaften in ihrer Vielgestaltigkeit erhalten bleiben.“

Neben Obstbaumpflanzungen, Bau von Nisthilfen oder der Anlage von Blüh- und Blumenwiesenstreifen lag der Schwerpunkt des Osterferienprogramms in Fichtenberg auf der Pflege des Magerrasen-Biotops am Stummelberg. Nicht an fehlenden Projekten ist das Ferienprogramm dieses Jahr über die Osterwochen gescheitert, vielmehr hatte sich bereits bei einer Besprechung im September 2017 herausgestellt, dass nur wenige Eltern bereit waren, unter der Gemeindestiftung das Programm mitzutragen.

Hinzu kamen unterschiedliche Auffassungen über allgemeine Vorbereitungen und die Durchführung des Osterferienprogramms. „Es gab kein Konzept und die Grundlagen für die Ferienveranstaltung fehlten“, bedauerte Mandl das Scheitern des Programms. Dies führte letztlich dazu, dass Mandl als Ratsmitglied der Gemeindestiftung zurücktrat. Seinen Stiftungsratssitz in der Bürgerstiftung hat er nach wie vor inne. Für Konny Mandl war jedoch klar, dass er das Magerrasen-Biotop auf privater Ebene mit Unterstützung des Landschaftserhaltungsverbands, dem Nabu und Privatleuten weiter pflegen wird. Dazu konnte er auf beinahe 30 junge und ältere Mitstreiter zählen, die zurzeit am Stummelberg aktiv sind.

Mit einem „neuen Netzwerk“ werden die Ferienprogramme in Fichtenberg weiterhin funktionieren, ist sich Bürgermeister Roland Miola sicher, und verbürgt sich dafür als Stiftungsratsvorsitzender der Gemeindestiftung, indem er seine Freizeit zur Gestaltung und Durchführung der Ferienprogramme einbringen will. Eine Mitstreiterin hat er in der Stiftungsrätin Carola Renz gefunden.

Für die drei Veranstaltungsabschnitte in den Sommerferien stehe das komplette Programm. Beide sind dennoch für weitere Programmanbieter, Begleitpersonen oder auch für Programmideen ebenso dankbar wie für finanzielle Unterstützung, wie sie kürzlich im gemeindlichen Mitteilungsblatt angegeben haben. Dazu wünschen Miola und Renz eine Kontaktaufnahme bis zum 15. April.