Gaildorf Lidl-Baustelle weiterhin im Zeitplan

Gaildorf / Richard Färber 21.08.2018
Im Untergrund wird ein alter Schacht mit einer ölhaltigen Substanz entdeckt und zurückgebaut. Auch die Hitze setzt den Arbeitern zu. Der Eröffnungstermin soll dennoch beibehalten werden.

Relativ reibungslos verlaufen die Bauarbeiten im Gaildorfer Sondergebiet Seestraße. Dort errichtet Lidl Deutschland derzeit zwei neue Marktgebäude. Die „kleine Einkaufsmeile“ im Westen der Stadt wird aus einem Lidl-Markt und dem Textildiscounter AWG bestehen. Die bestehenden Märkte sowie ein Getränkemarkt wurden abgerissen.

Die Eröffnung der beiden neuen Märkte ist im November vorgesehen, und daran hält Lidl auch fest. Eine nicht eingeplante, leichte Verzögerung habe sich durch den Fund eines alten Schachtbauwerkes ergeben,  in dem sich eine ölhaltige Substanz befunden habe, teilt das Unternehmen mit. Man habe den Schacht dann in enger Zusammenarbeit mit dem Umweltamt zurückgebaut.

Hitze setzt Arbeitern zu

Auch die außergewöhnliche Hitze der letzten Wochen galt es bei den Bauarbeiten zu berücksichtigen: Den Arbeitern auf der Baustelle seien aber „selbstverständlich ausreichende Pausenzeiten“ ermöglicht worden, betont Lidl. Alles in allem: „Wir (planen) weiterhin, unsere Filiale im November zeitgleich mit dem Textilhandel zu eröffnen.“

Mittlerweile kann man die Struktur des künftigen Einkaufszentrums recht gut erkennen. Vorne, zur Seestraße hin, wird am neuen Lidl-Markt gearbeitet, im hinteren Teil des Geländes stehen bereits die Außenwände des zukünftigen Textildiscounters. Dazwischen gibt’s reichlich Platz  – 135 Parkplätze werden dort entstehen.

Aktuell wird noch an den Rohbauten gearbeitet, in dieser oder der nächsten Woche soll aber bereits mit dem Bau des ersten Daches begonnen werden. Auch eine weitere halbseitige Sperrung wird in den kommenden Monaten nötig sein. Lidl wird dann gemeinsam mit der Stadt Gaildorf die an das Marktgelände angrenzende Bushaltestelle erneuern und barrierefrei gestalten. Die Seestraße hatte wegen eines Kanalanschlusses bereits im Juni für wenige Tage halbseitig gesperrt werden müssen.

Dummer Jungenstreich

Seitens der Anwohner gibt es Lidl zufolge keine Beschwerden oder Einwände. Sie wurden vor etwa einem Jahr zu Beginn der Bauarbeiten ausführlich über die Pläne und Abläufe informiert. Letztlich soll sich ihre Situation auch verbessern: Lidl hat die Baupläne nach dem Gespräch entsprechend angepasst, die lärmintensive Haustechnik vom Wohngebiet wegverlegt, die Lärmschutzwand für den Lieferverkehr verlängert.

Und gesprengt wurde bei den Bauarbeiten natürlich auch nicht. Bei der Explosion, die in der Nacht zum 3. Juni die Anwohner aus dem Schlaf schreckte, handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen dummen Jungenstreich – Zeugen zufolge sollen sich drei schwarz gekleidete Jugendliche auf der Baustelle herumgetrieben haben.

Die Aufregung war gleichwohl groß: Polizei und Feuerwehr rückten an und vergewisserten sich, dass kein Leck in einer Gasleitung vorlag. Die weiteren Ermittlungen verliefen allerdings ergebnislos. Man habe keine Überreste eines Explosionskörpers und auch sonst keine brauchbaren Spuren entdeckt, teilte die Polizeidirektion Aalen gestern auf Anfrage mit. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

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