Serie Leichter Zuwachs nur bei Sachbeschädigungen

Sachbeschädigung 2018: Im Mai wurden in Fichtenberg zwei Bäume geschält.
Sachbeschädigung 2018: Im Mai wurden in Fichtenberg zwei Bäume geschält. © Foto: Richard Färber
Fichtenberg / Richard Färber 08.09.2018
Die Kriminialitätsstatistik im Limpurger Land (Teil 4): Fichtenberg bleibt sicher. Zwar steigt die Zahl der  registrierten Delikte etwas an, die Belastung der Bevölkerung aber liegt weit unter dem Landesdurchschnitt.

Eine Art Serientäter treibt die polizeiliche Kriminalstatistik für den Tatortbereich Fichtenberg in die Höhe. Vier Mal hat er bisher zugeschlagen, jeweils zwei Mal in den Jahren 2016 und 2107. Seine Abneigung gilt der Beregnungsanlage der Sportkameradschaft Fichtenberg (SKF) im Allgemeinen und der Spritzdüse am östlichen Ende des Sportplatzes im Besonderen. Jedes Mal, wenn er zugetreten hatte, musste sie ausgetauscht werden (wir haben berichtet).

Nachdem die SKF erst vor Kurzem Anzeige erstattet hat, ist nicht ganz klar, ob die beiden Spritzdüsenattacken des Jahres 2017 überhaupt in die Statistik eingeflossen sind. Der Deliktbereich Sachbeschädigung ist gleichwohl etwas gestiegen, von acht auf zwölf Fälle nämlich, von denen zwei aufgeklärt werden konnten – wobei die Statistik natürlich keine Aussagen zur Qualität der jeweiligen Sachbeschädigung trifft.

Noch stärker zugelegt hat die Zahl der Rauschgiftdelikte, nämlich von einem auf acht Fälle, was offenkundig mit den Ermittlungen gegen eine Gruppe von Rauschgifthändlern im Limpurger Land zu tun hat. Dafür spricht auch die Aufklärungsquote von 100 Prozent. Die Mitglieder der Gruppe sind mittlerweile durch die Bank rechtskräftig verurteilt.

Einen leichten Rückgang von acht auf sechs Fälle verzeichnet die Statistik bei den Rohheitsdelikten. Sie konnten alle aufgeklärt werden. Wohnungseinbrüche sind nicht aufgeführt, die Fälle von Diebstahlskriminalität allgemein sind um zwei auf 20 gesunken. Die Aufklärungsquote lag bei 30 Prozent.

Insgesamt ist auch die Zahl der erfassten Delikte gestiegen, nämlich von 60 auf 72 Fälle. Die Aufklärungsquote lag mit 62,5 Prozent geringfügig höher als der Landesdurchschnitt von 62,4 Prozent. Tatverdächtige gab es 41, vier davon waren Kinder, Jugendliche und Heranwachsende unter 21 Jahren. Sieben Tatverdächtige waren Nichtdeutsche, darunter ein Asylbewerber.

Der Ausreißer beim Rauschgift und die gestiegene Zahl der Sachbeschädigungen wirken sich auch auf die Kriminalitätsbelastung der Fichtenberger aus. Hochgerechnet auf 100 000 Einwohner wären 2503 Straftaten zu verzeichnen gewesen, 2017 waren es noch 2087. Diese Häufigkeits-
zahl weist Fichtenberg, wie das gesamte Limpurger Land, als relativ sicher aus. Der Landesdurchschnitt beträgt 5295, im Bereich des Aalener Polizeipräsidiums liegt sie bei 4055, im Haller Revier, zu dem neben Fichtenberg auch die Gemeinden Gaildorf, Sulzbach-Laufen und Oberrot zählen, bei 3243.

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