Einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit hat die Agentur für Arbeit in Ostwürttemberg zum Jahresende verzeichnet. 7046 Personen waren im Dezember arbeitslos gemeldet, 51 Personen mehr als im Vormonat. Der leichte Zuwachs schlägt sich jedoch nicht in der Arbeitslosenquote nieder. Sie liegt weiterhin bei 2,8 Prozent. Landesweit lag sie bei 3,0 Prozent; dieser Wert blieb ebenfalls unverändert.

„Viele Betriebe verlagern ihre geplanten Einstellungen, bedingt durch die Feiertage und den damit häufig verbundenen Urlaub, auf den Januar“, erklärt Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen. Zudem liefen im Dezember traditionell viele befristete Arbeitsverträge aus. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen in einem Dezember sei also nicht ungewöhnlich, obwohl man konstatieren müsse, dass in den letzten beiden Jahren leichte Rückgänge verzeichnet werden konnten. Dies erkläre sich durch die gute Wirtschaftslage in Kombination mit einer milden Witterung.

Weniger ältere Arbeitslose

Insgesamt meldeten sich im Dezember 91 Personen mehr arbeitslos als im Vorjahresmonat. Auch hat die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in Ostwürttemberg im Dezember abgenommen. So haben sich im Agenturbezirk 918 Personen aus Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, dem gegenüber gelang es jedoch nur 562 Personen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Das sind 192 Arbeitsaufnahmen weniger als noch im November.

Der stärkste Zuwachs war bei den ausländischen Arbeitslosen zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl um 1,9 Prozent auf nun 1907 Personen an. Die Zahl wuchs damit stärker als im Durchschnitt des Landes.

Erfreulich sei der Rückgang an Arbeitslosen über 50 Jahre, so Zillert weiter. Ihre Zahl reduzierte sich um 17 auf nunmehr 2768 Menschen, was ein Minus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. Im Land wurde lediglich ein Rückgang um 4,4 Prozent verzeichnet. Dies dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen mit einem Anteil von 39,3 um 3,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt, betont Zillert.

Vergleicht man die Zahl aller Arbeitslosen des aktuellen Berichtsmonats mit denen des Vorjahres, dann kann man feststellen, dass in allen Personengruppen weniger Arbeitslose zu verzeichnen sind. Insgesamt ist ihre Zahl im Jahresvergleich um fast sieben Prozent zurückgegangen. Das sind 510 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Landesweit beläuft sich dieser Rückgang auf 5,4 Prozent.

Weniger neue Stellen

Im regionalen Vergleich entwickelte sich auch in diesem Berichtsmonat der Landkreis Heidenheim besser als der Ostalbkreis. So erhöhte sich die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Landkreis Heidenheim um 12 auf 2463 Personen. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 15,1 Prozent zu verzeichnen. Im Ostalbkreis stieg die Zahl der Arbeitslosen um 39 auf 4583 Personen. Verglichen mit dem Vorjahr sind es 1,6 Prozent weniger.

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur Aalen wurden im Berichtsmonat 1141 neue Stellen gemeldet. Saisonbedingt ging die Zahl der gemeldeten Stellen leicht zurück. So wurden im Berichtsmonat 54 Stellen weniger gemeldet als noch im Vormonat November. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Zeitarbeit (578), verarbeitendes Gewerbe (136), Handel (70), Gesundheits- und Sozialwesen (59) und die öffentliche Verwaltung (58).

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Die wichtigsten Zahlen in Kürze


Arbeitslosenzahl
Ostwürttemberg 7046
(Vorjahresmonat: 7556)
Ostalbkreis 4583
(Vorjahresmonat: 4656)
Landkreis Heidenheim 2463
(Vorjahresmonat: 2900)

Arbeitslosenquote
Ostwürttemberg 2,8%
(Vorjahresmonat: 3,1%)
Ostalbkreis 2,6%
(Vorjahresmonat: 2,7%)
Landkreis Heidenheim 3,4%
(Vorjahresmonat: 4,0%)