Limpurger Land Leader unterstützt alle fünf Projekte

Der Eugen-Klenk-Platz beim Oberroter Rathaus. Er soll modernisiert werden. Aus dem Leader-Programm werden dafür voraussichtlich 21 156 Euro fließen.
Der Eugen-Klenk-Platz beim Oberroter Rathaus. Er soll modernisiert werden. Aus dem Leader-Programm werden dafür voraussichtlich 21 156 Euro fließen. © Foto: Brigitte Hofmann
Limpurger Land / Johannes Ernst 07.12.2018
Die Gemeinde Oberrot erhält Geld, um den Eugen-Klenk-Platz barrierefrei zu machen. Auch die Lammbrauerei und das Kulinarium am Waldsee werden bei ihren Investitionen unterstützt.

Der Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Schwäbischer Wald hat alle fünf beantragten Projekte genehmigt. Damit können 294.789 Euro EU-Fördermittel in die Leader-Kulisse Schwäbischer Wald fließen. Damit verbunden kommen 182.419 Euro Landesmittel und 8880 Euro aus dem Förderprogramm Landschaftspflegerichtlinie für die ­Region hinzu.

Das kommunale Projekt Modernisierung des Eugen-­Klenk-Platzes in Oberrot ist auf dem Weg zur Leader-Förderung einen Schritt weiter. Der Platz soll barrierefrei werden. Das Ziel ist es, einen Begegnungsort für alle Generationen zum alltäglichen Verweilen sowie für Feste und Veranstaltungen zu schaffen und den Einzelhandel sowie Gastronomiebetriebe durch Synergieeffekte zu stärken. Die Gemeinde rechnet mit einem Zuschuss von 21.156 Euro an EU-Fördermitteln, der im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans 2025 mit umfangreicher Bürgerbeteiligung abgestimmt wurde.

Das Projekt „Erweiterung des Kulinariums am Waldsee – Anbau von Apartments für touristische Nutzung“ der Pfizenmaier GbR wurde ebenfalls positiv beschlossen. Durch den neuen Anbau entstehen im ebenerdigen Untergeschoss ein barrierefreies Apartment sowie im ersten Obergeschoss zwei weitere Apartments. Die Weiterentwicklung von Angeboten für den barrierefreien und nachhaltigen Tourismus im Schwäbischen Wald stehen hier im Fokus, so die Leader-Geschäftsstelle. Dieses Vorhaben knüpft an das Leader-Projekt barrierefrei gestalteter Waldsee an. Für die Bewirtschaftung der Apartments soll das Personal aufgestockt und somit Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Pfizenmaier GbR erwartet einen Zuschuss von 120.000 Euro an EU-Fördermitteln.

Neues Sudhaus

„Für das traditionsreiche Brauhaus Lammbräu in Untergröningen ist für den Inhaber Andreas Kunz der Kauf eines modernen Sudhauses notwendig, um weiterhin wirtschaftlich zu bleiben. Es ermöglicht außerdem, den Betrieb als familienfreundliches Brauhaus fortführen zu können sowie ein regionales Erzeugnis weiterhin mit hoher Qualität zu vermarkten“, so die Leader-Geschäftsstelle. Der Antragsteller erwartet für den Kauf eines modernen Sudhauses für die Lammbrauerei einen Zuschuss von 102.869 Euro an EU-Fördermitteln. Sven Semet ist mit dem Projekt „Restaurierung des Bienenstandes Sechselberg bei Althütte zur Wiederinbetriebnahme für die Bienen und Landschaftspflege“ ebenfalls ins Programm aufgenommen worden. Neben den Maßnahmen zur Restaurierung des baufälligen Bienenstandes sollen pädagogisch wertvolle Informationstafeln zum Lebensraum der Bienen, zu Schutzmaßnahmen für die Bienen und zu den Erzeugnissen aus Honig aufgehängt werden. Der Bienenstand könne jederzeit besichtigt werden. Eine Bienenzüchterin oder ein Bienenzüchter betreiben zukünftig den Bienenstand. Die Ziele des Projekts umfassen die Aufwertung des Wanderweges in Sechselberg, das Entgegenwirken des Bienensterbens und die Weiterentwicklung der Kampagne des Naturparkes Schwäbisch-Fränkischer Wald „Blühender Naturpark“, hieß es im Auswahlausschuss. Für das Projekt sollen 8880 Euro Zuschuss aus dem Förderprogramm Landschaftspflegerichtlinie fließen.

Thomas Weber von der Kleinkunstbühne in Spiegelberg-Großhöchberg reichte sein zweites Leader-Projekt ein, welches ebenfalls positiv beschlossen wurde. Im Rahmen des Projektes „Vision und Entwicklung Kleinkunstbühne Kabirinett II“ stehen die Künstlerinnen und Künstler sowie Mitarbeitende im Mittelpunkt.

Inklusion auf und vor der Bühne

Theatermacher Weber plant einen Anbau mit einer Probebühne, einen Sozialraum mit Küchenzeile und will kleine Übernachtungsmöglichkeit schaffen. Auch an die Theaterbesucher ist gedacht. So soll in Zukunft die Bewirtung im Außenbereich ermöglicht werden. Eine barrierefreie Toilette soll während der Proben den Kulturschaffenden zur Verfügung stehen und bei Aufführungen den Theatergästen. Damit sollen die touristische Weiterentwicklung sowie die Erhaltung und Attraktivitätssteigerung der Proben- und Arbeitsplätze und Inklusion auf und vor der Bühne ermöglicht werden. Der Zuschuss soll laut Beschluss bei 50.760 Euro an EU-Fördermitteln liegen.

Das könnte dich auch interessieren:

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel