Joggen bei fast 40 Grad Celcius. Mit dieser Erwartung kamen die Lauf-geht’s-Teilnehmer aus Gaildorf und Fichtenberg am Donnerstagabend zum Lauftreff – und wurden von den Trainern überrascht. Deren Einstellung: „Man muss die Tage so nehmen, wie sie sind. Jeder läuft, wie er kann“, so Headcoach Karl Bohn. Statt in die pralle Sonne führte die Strecke durch den schattigen Waldweg von Fichtenberg nach Kirchenkirnberg. Auf dem Rückweg der insgesamt zehn Kilometer langen Runde bereitete das Trainerteam an der „Olga-und-Batt’s-Hütte“ eine Station mit kalten Getränke und Obst vor. Die Läufer waren begeistert.

„Das hätte ich nicht erwartet. Aber das haben sie genau richtig gemacht. Da kann man die Trainer nur loben. Das zeigt, dass es ihnen auch Spaß macht“, meint Daniel Fritz aus Gschwend. Auch das gesamte Training bewertet der 43-Jährige positiv: „Das war heute gar kein Problem mit der Hitze, da die Strecke fast komplett im Wald war.“ Trainer Bohn hält fest: „Das ist echt ein geiles Team und macht richtig Spaß. Und Respekt, dass ihr bei der Hitze da wart. Ich hätte mit der Hälfte an Leuten gerechnet.“

Erster Gradmesser im Juli

Daniel Fritz ist einer von 57 Lauf-geht’s-Teilnehmern aus der Gruppe der Fichtenberger und Gaildorfer. Die Läufer trainieren nach dem Plan von Sportwissenschaftler Dr. Feil. Einmal pro Woche laufen sie gemeinsam. Ziel ist im September der Ulmer Halbmarathon. Am 13. Juli steht für alle ein „Meilensteinlauf“ über zehn Kilometer bei der „Aalenbach-Lauf-Trophy“ in Vellberg-Großaltdorf an. „Mein Ziel ist es, gut durchzukommen“, so Fritz. Eine Zielzeit nimmt er sich nicht vor. „Das ist schwer einzuschätzen, weil ich noch nie auf Zeit gelaufen bin.“ Vielleicht nehme er noch an einem zweiten Vorbereitungslauf teil.

Mit den sportlichen Fortschritten nach drei Monaten Lauf-geht’s ist Fritz zufrieden. „Das Laufen fällt leichter. Man kommt rein und die Anstrengung ist nicht mehr so groß.“ In den vergangenen beiden Wochen war er mit seiner Familie im Urlaub. Auch dort ging er zweimal pro Woche morgens joggen und legte insgesamt 30 Kilometer zurück. In den beiden Wochen vor dem Urlaub musste er sein Training terminlich reduzieren. Nun peilt er wieder seine gewohnten drei Einheiten pro Woche an. „Für den Halbmarathon müssen wir noch eine Schippe drauflegen. Aber das wird im Trainingsplan mit längeren Läufen auch passieren.“

Während seines Urlaubs hat er die Ernährungstipps von Dr. Feil gut umsetzen können – unter anderem ernährte er sich an der Hälfte der Tage vegetarisch. Im Alltag möchte er in Zukunft noch weitere Ernährungs-Tipps integrieren. Bislang setzt er unter anderem auf drei Mahlzeiten täglich und reduziert den Kaffee-Konsum. Weitere Anregungen möchte er sich in den beiden Webinaren von Dr. Feil holen.

Freude an der Bewegung

„Ich habe in letzter Zeit das Laufen priorisiert und auch das Eine oder Andere dafür sausen lassen, weil ich das jetzt durchziehen möchte“, erzählt Fritz. Seine Familie unterstützt ihn dabei. „Manchmal schicken sie mich auch zum Laufen los“, sagt er lachend. Sein Zwischenfazit: „Es macht Spaß und ich bin immer noch motiviert. Man freut sich, die Leute jede Woche wiederzusehen. Es war definitiv eine gute Entscheidung, hier mitzumachen.“

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