Übungsanleitungen, Rezeptideen, Trainingstipps – jeden Werktag erhalten die Teilnehmer der Lauf-geht’s-Aktion der Südwest Presse Hohenlohe derzeit ein Video zu Themen wie diesen von Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil. Er, sein Team und die Lauftreff-Coaches betreuen die Teilnehmer aus der Ferne. Die Sportler trainieren einzeln auf das Ziel hin, einen Halbmarathon zu laufen – die geplanten Lauftreffs sind wegen der Corona-Pandemie noch nicht möglich.

„Das Training für mich selbst klappt gut. Ich arbeite aktuell im Homeoffice und baue die Einheiten oft in die Mittagspause ein. Das tut auch gut, sich zwischendurch mal zu bewegen“, sagt Monja Oesterle. Die Ottendorferin ist beim Haller Lauftreff in der Cappuccino-Gruppe dabei. Bereits vor ihrer Lauf-geht’s-Teilnahme hat die 31-Jährige damit begonnen, ein- bis zweimal pro Woche zu joggen, ins Fitnessstudio geht sie zweimal die Woche. „Ich habe mir dann gedacht, bei Lauf geht’s mitzumachen ist eine gute Gelegenheit, mich zu steigern. Und der Halbmarathon ist eine gute Herausforderung für mich“, sagt sie. Eine Zielzeit für die rund 21 Kilometer lange Strecke hat sie sich nicht vorgenommen. „Wichtiger ist mir, durchzuhalten und einfach eine längere Distanz durchzulaufen.“
Lauf geht’s in Crailsheim Zusammen ein großes Ziel gesetzt

Satteldorf

Die Ausdauer verbessern

Seit April trainiert Oesterle nun nach dem Lauf-geht’s-Konzept. Dreimal pro Woche geht sie joggen, einmal pro Woche absolviert sie ein hochintensives Intervalltraining (HIIT). „Ich bin auf jeden Fall fitter geworden, was die Ausdauer betrifft“, sagt sie. Vor dem Aktionsbeginn sei sie maximal zweimal pro Woche jeweils 30 bis 40 Minuten joggen gewesen. „Mehr wäre nicht drin gewesen“, sagt sie. „Diese Woche laufe ich nun 70 Minuten, und es würde sogar noch mehr gehen.“ Gut zurecht komme sie mit dem Trainingsplan von Dr. Feil. „Er baut schön aufeinander auf. Und es gibt keine Kilometerangaben. Man schaut einfach, wie weit man in einer bestimmten Zeit kommt.“

Am liebsten joggt Oesterle durch den Wald in Ottendorf. Eine Einheit ausgelassen hat sie bislang erst einmal – am vergangenen Montag. „Draußen war es nasskalt, und ich hatte etwas Schmerzen am Schienbein.“ Deshalb habe sie ihre Pause um einen Tag verlängert. „Aber mit einem sehr schlechten Gewissen“, sagt sie lachend. Ebenfalls bei Lauf geht’s dabei ist ihr Mann Benjamin Oesterle.
Er hat sich für die Espresso-Gruppe der etwas schnelleren Läufer angemeldet. Gemeinsam zu trainieren, sei nicht immer möglich, weil die Pläne verschieden sind. Die beiden versuchen, einmal pro Woche zu zweit zu laufen und die ­HIIT-Einheit gemeinsam zu absolvieren. „Es ist schon ein Ansporn, etwas gemeinsam zu machen. Man kann sich gegenseitig motivieren“, so Monja Oesterle.
Hilfreich sei für Oesterle die Videokonferenz mit Dr. Feil vor zwei Wochen gewesen. „Da konnte man einfach seine Fragen stellen, das war richtig gut.“ Nach und nach liest sie auch das Buch zur Aktion. Das enthaltene Apfeltarte-Rezept hat sie bereits ausprobiert. 
Lauf geht’s in Crailsheim In den Sonnenuntergang laufen

Crailsheim

Auch einige Ernährungstipps hat sie umgesetzt. So isst sie jeden Tag eine Chilischote, würzt viel mit Kurkuma, Ingwer und Zimt. Von Light-Produkten hat sie wieder auf Vollfettprodukte umgestellt, dazu den Obstkonsum wegen des hohen Fruchtzuckeranteils reduziert. Nahezu täglich isst sie Salat. „Das habe ich ohnehin meist schon gemacht und das klappt auch ganz gut.“ Statt Vollmilchschokolade isst sie nun Schoklolade mit 80 Prozent Kakaoanteil. „Die schmeckt wirklich gut.“
Sobald es aus gesundheitlicher Sicht möglich ist und die Beschränkungen gelockert werden, sollen bei der Aktion die Lauftreffs stattfinden. „Ich hoffe, dass es bald möglich ist. In der Gruppe zu trainieren, ist sicher noch motivierender. Gerade bei den Mobi- und Stabi-Übungen wäre es auch gut, wenn sie uns noch mal vorgemacht werden würden“, sagt Oesterle.

Info


Mehr zur Aktion Lauf-geht’s gibt’s online. Fragen beantwortet Projektleiterin Christine Hofmann (c.hofmann@swp.de).