Gaildorf Lachendes und weinendes Auge Drei Austauschschüler am Gaildorfer Gymnasium kehren jetzt nach Italien zurück

Manuel Tondi mit Schulleiter Riehle, Giulia Magno und Michele Corona. Am Wochenende fahren die Austauschschüler in ihre südtiroler Heimat zurück. Foto: Rose
Manuel Tondi mit Schulleiter Riehle, Giulia Magno und Michele Corona. Am Wochenende fahren die Austauschschüler in ihre südtiroler Heimat zurück. Foto: Rose
Gaildorf / NINA ISABEL ROSE 21.12.2013
Die letzten drei Monate besuchten Giulia Magno, Michele Corona und Manuel Tondin die Kursstufe 1 des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums in Gaildorf bevor sie nun in ihre Heimat in Südtirol zurückkehren.

Die aus Bozen und Meran stammenden Schüler verlassen die Gaildorfer Schule mit gemischten Gefühlen. Zum einen freuen sie sich auf ihre Familien und Freunde sowie den Schnee und das Skifahren in den Tiroler Alpen. Auf der anderen Seite ist ihnen die deutsche Schule sehr ans Herz gewachsen und sie werden die abwechslungsreichen Unterrichtsformen und die angeregten Diskussionen im Klassenzimmer schmerzlich vermissen, sagen sie.

Laut Giulia Magno habe der Unterricht in ihrem "Liceo" (Gymnasium) eher Vorlesungscharakter. Der Lehrer spricht und die Schüler schreiben mit. Auch gibt es keine mündlichen Noten, die eine rege Beteiligung am Unterrichtsgespräch fordern, sondern nur drei mündliche Prüfungen pro Fach und Halbjahr. Auch Michele Corona und Manuel Tondin meinten, die deutschen Schüler könnten sich glücklich schätzen, nicht wie sie noch samstags in die Schule gehen zu müssen und viel weniger Hausaufgaben, vor allem in den Ferien, zu haben.

Die drei Austauschschüler werden aber sicherlich auch ihre neu gefundenen Freunde vermissen, die das Lernen der Fremdsprache Deutsch um ein Vielfaches erleichterten. Die Familien Lang, Gorke und Gebhard, die jeweils selbst ein Kind in der Kursstufe haben, waren die Gastfamilien der Schüler.

Auf die Frage hin, was die Unterschiede im Familienleben seien, betonten alle drei die entspannte Atmosphäre und natürlich das Essen. Die in Italien typischen zwei warmen Mahlzeiten wurden hier natürlich traditionell durch ein warmes Mittagessen und ein kaltes Vesper ersetzt.

Alle drei meinen außerdem, dass sich nicht nur ihre Sprachkenntnisse deutlich verbessert haben, sondern sie auch durch das Leben in Deutschland nachhaltig geprägt wurden, was für ihre charakterliche Entwicklung entscheidend sein wird.

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