Ebersberg Töpfermarkt: Kunst und Natur vereint

Keramikmeister Hartmut Allmendinger aus Stuttgart (links) und sein „Geselle“ Wolfram Zürn kommen gern zum Ebersberger Töpfermarkt. Sie schätzen das besondere Ambiente und die Umgebung.
Keramikmeister Hartmut Allmendinger aus Stuttgart (links) und sein „Geselle“ Wolfram Zürn kommen gern zum Ebersberger Töpfermarkt. Sie schätzen das besondere Ambiente und die Umgebung. © Foto: Brigitte Hofmann
Ebersberg / Brigitte Hofmann 30.07.2018
Beim 38. Ebersberger Töpfermarkt war für Jung und Alt etwas geboten.

Oberrot ist Kult“, versichert Keramikmeister Hartmut Allmendinger aus Stuttgart. Egal auf welchem Markt er gerade sei, sagt er, überall werde er nach dem Ebersberger Töpfermarkt gefragt. Wobei er dann aber schier nicht erklären könne, wo der kleine Ort liegt, den wohl jeder kennt. Er und sein Mitarbeiter Wolfram Zürn kommen gern hierher. Ihre modernen Fayencen auf dichtgebranntem Töpferton in kräftig leuchtenden Farben verleiten geradezu zum Stehenbleiben und Staunen. Ihr Stand ist einer von mehr als 60 Ständen, die sich über das weitläufige Gelände verteilen.

Es ist bereits der 38. Töpfermarkt, den Roland Stimpfig veranstaltet. Im vergangenen Jahr kamen über die drei Markttage verteilt mehr als 20.000 Besucher, wie sich mit Lichtschranken ermitteln ließ. Der gute Besuch schon am Freitagabend legt die Vermutung nahe, dass es diesmal nicht weniger sein werden.

Wer gleich am ersten Tag kommt, hat naturgemäß die besten Aussichten, sich die exklusivsten Einzelstücke zu sichern. Das kann eine Edelmetall-Kette von Eva Hembach aus Schwennigen sein, ein Unikat aus Wurzelholz von Thomas Baumgärtner aus Ruppertsecken in der Pfalz oder eine riesige Eule aus Stahlblech von Dieter Feige aus Durchhausen im Landkreis Tuttlingen.

Bei Kindern besonders beliebt sind die schwimmenden Tierchen aus der Keramikwerkstatt Büchel in Lauterbach in Hessen. Gisela Herrmann aus Uttenhofen, die mit ihrem Mann Rainer gemächlich über den Markt schlendert, trägt eine größere Tasche mit sich rum. Sie mag Keramik und speziell kleine, bunte Schüsselchen. Jedes Jahr kauft sie was dazu. Irmgard Greiner aus Fichtenberg trägt eine Ranke aus Eisen für den Garten davon. Jeder Stand ist besonders und hat Außergewöhnliches zu bieten. Die Besucher schätzen, dass es hier nur Werthaltiges direkt vom Hersteller und keinen Gruscht gibt.

Erfreut das Herz

An den Ständen warten freundliche Handwerker, Kunsthandwerker und Künstler, die sich gerne Zeit nehmen für ein Gespräch. Die alternative Gestaltungsvarianten anbieten und auch bereit sind, ein individuelles Stück anzufertigen und dieses nachzusenden. „Kunsthandwerk erfreut das Herz“, stellen Gerhard und Inge Mährle aus Gaildorf-Großaltdorf übereinstimmend fest, als sie den Marktbesuch in Stimpfigs Biergarten ganz gemütlich ausklingen lassen.

Großer alter Baumbestand und Sonnensegel leisten gute Dienste an diesem heißen Wochenende. Ebenso wie der Bummel oder das Einkaufserlebnis zählen für die Freunde des Kunsthandwerks Flair, Atmosphäre und die herrliche Natur inmitten des Schwäbischen Walds. Auch deshalb kommen sie alle Jahre wieder und von weit her nach Oberrot. Und möglicherweise freuen sie sich auf dem Heimweg schon wieder auf den nächsten Ebersberger Töpfermarkt am letzten Wochenende im Juli 2019.

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