Gaildorf Künstler fürs Alte Schloss gesucht

Die erste bildhauernde Stadtmalerin: Cornelia Brader mit einer Pferdeskulptur aus Pappelholz, ihrer ersten Gaildorfer Arbeit.
Die erste bildhauernde Stadtmalerin: Cornelia Brader mit einer Pferdeskulptur aus Pappelholz, ihrer ersten Gaildorfer Arbeit. © Foto: Richard Färber
Gaildorf / Richard Färber 12.09.2018
Die Stadt Gaildorf schreibt das 19. Stadtmaler-Stipendium aus. Die Jury wird sich im November treffen.

Die Stadt Gaildorf macht sich auf die Suche nach dem nächsten Stadtmaler beziehungsweise der nächsten Stadtmalerin. Zum 1. Oktober wird in der Zeitschrift „Atelier“ die Ausschreibung erscheinen – wie eigentlich jedes Jahr, nur dass man nun dafür bezahlen muss. 200 Euro kostet der Spaß. Bisher, sagt der Gaildorfer Kulturamtsleiter Raimund Horbas, seien solche Anzeigen immer gratis veröffentlicht worden.

Die Nummer 19 wird jetzt gesucht. Die Anzeige richtet sich an Absolventen von Akademien für Bildende Kunst und an freischaffende Künstlerinnen und Künstler. Alle künstlerischen Bereiche sind zugelassen. Das Stipendium wird für die Dauer von einem Jahr gewährt und beginnt am 1. Januar 2019. Der Stipendiat wird mietfrei in der Stadtmalerwohnung im Alten Schloss untergebracht und auch die Atelierräume werden kostenfrei gestellt. Zudem gibt’s ein monatliches Salär von 500 Euro. An das Stipendium sind keine konkreten Bedingungen geknüpft, allerdings gilt eine Abschlussausstellung in der Galerie im Alten Schloss mittlerweile als gesetzt.

Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober. Im November wird dann die von Michael Klenk, dem Vorsitzenden der Haller Akademie der Künste, geleitete Jury zusammentreten, die Bewerbungen sichten und den nächsten Stipendiaten auswählen.

Die amtierende 18. Gaildorfer Stadtmalerin Cornelia Brader hat diesen Auswahlprozess übrigens nicht durchlaufen. Für das laufende Jahr wurde auf die Ausschreibung verzichtet, weil man die künstlerische Palette um den Bereich der Bildhauerei erweitern wollte. Die Holzbildhauerin aus Memmingen wurde bei einer Ausstellung in Wertheim sozusagen „entdeckt“ und für ein Jahr angeheuert.

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