Das Kreisimpfzentrum (KIZ) des Ostalbkreises in der Aalener Ulrich-
Pfeifle-Halle ist am 22. Januar gestartet. Zudem haben die zugehörigen mobilen Impfteams die Arbeit aufgenommen. Landrat Joachim Bläse zog jetzt nach der ersten Betriebswoche des Kreisimpfzentrums eine Zwischenbilanz. Er ist wie auch die beiden ärztlichen Leiter des KIZ, Peter Schmidt und Hariolf Zawadil, mit den Abläufen vor Ort sehr zufrieden. Die Koordination der Impfärzte und des Personals der Malteser und der DRK-Kreisverbände laufe gut. Auch die Vorbereitung und Durchführung der Impftermine in den Heimen seien von allen Seiten sehr professionell.

2177 Erstimpfungen

Bis einschließlich vergangenen Mittwoch konnten im KIZ 428 Impfberechtigte geimpft werden, informiert Bläse. Die mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums Stuttgart nahmen 1657 Impfungen in Altenpflegeheimen vor – davon 1450 Erst- und 207 Zweitimpfungen. Die mobilen Teams des Ostalbkreises haben 299 Personen geimpft. Insgesamt haben somit 2177 Menschen im Ostalbkreis eine Erstimpfung und 207 bereits eine Zweitimpfung und damit den vollen Impfschutz erhalten. Hinzu kommen Personen aus dem Ostalbkreis, die sich in einem der Zentralen Impfzentren des Landes oder einem anderen KIZ impfen ließen. Deren Anzahl ist dem Landratsamt jedoch nicht bekannt.
„Vorrangig werden momentan Bewohner und Beschäftigte in Altenpflegeheimen geimpft, da nach wissenschaftlicher Einschätzung dort nachvollziehbar ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Aktuell sind in 36 von 52 Einrichtungen bis Mitte Februar schon Impfungen vorgenommen oder es sind Impftermine festgelegt worden“, berichtet der Landrat. Die Impfung der Heime will Bläse so schnell, wie es der Impfstoffnachschub zulässt, vorantreiben. Zeigten doch die Ausbrüche in Rosenberg und Schwäbisch Gmünd mit vielen Todesfällen, welch dramatische Folgen ein Infektionsgeschehen in Einrichtungen nach sich ziehen könne, verdeutlicht der Landrat.

Landrat appelliert an Bürger

Bläse betont ein weiteres Mal, dass auch in den kommenden Wochen nur geringe Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen werden. „Bitte haben Sie Geduld“, appellierte er an alle Impfberechtigten. „Wir werden diese wenigen Impfdosen entsprechend den Vorgaben der Impfverordnung verimpfen, sodass nichts von diesem wertvollen Vakzin verloren geht.“
Bis genügend Impfstoff verteilt werden kann und das KIZ im Ostalbkreis sowie alle weiteren Impfzentren im Land auf ihre volle Kapazität hochgefahren werden können, gelte: „Halten Sie sich an die Abstands- und Hygienevorschriften und auch an die geltenden Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen.“ Es müsse gelingen, den angestrebten Inzidenzwert von 50 zu erreichen und möglichst noch zu unterschreiten. „Dies ist mit Blick auf die Virus-Mutationen, die das Land bereits erreicht haben und noch ansteckender sind, immens wichtig“, so der dringende Appell des Landrats.

Ab heute testet die Bundeswehr Besucher in Altenpflegeheimen


Bedarf
22 Einrichtungen im Ostalbkreis haben einen Bedarf gemeldet. Ab dem heutigen Montag werden Bundeswehrsoldaten des Multinationalen Kommandos Operative Führung aus Ulm die erforderlichen Corona-Antigen-Schnelltests bei Besuchern in Altenpflegeeinrichtungen vornehmen.
Einweisung
Die 23 Soldatinnen und Soldaten erhalten im Kreis­impfzentrum eine Einweisung, wie die Antigen-Testungen vorzunehmen sind. Es stehen auch Hygieneschutzmaßnahmen auf der Agenda. Vom Aalener Landratsamt aus übernimmt ein Soldat die Einsatz-Koordination.
Drei Wochen
Die ersten Testungen können – wo entsprechend den Besuchszeiten in den Heimen erforderlich – bereits ab dem heutigen Nachmittag erfolgen. Für zunächst drei Wochen ist der Einsatz geplant. Die Soldatinnen und Soldaten werden in Aalen untergebracht und verpflegt.

Ablösung
Die Soldatinnen und Soldaten sollen durch Personal abgelöst werden, das durch einen Aufruf der Bundesanstalt für Arbeit gewonnen wird. Dieses Personal steht laut Sozialministerium den Einrichtungen zur Verfügung, bis sich durch die Impfkampagne die Situation entspannt hat.