Mutlangen Klinik-Projekte unter der Lupe

In keimfreier Umgebung: Mitglieder des Krankenhausausschusses mit Landrat Pavel (im Vordergrund) in der Isolierstation am Stauferklinikum.
In keimfreier Umgebung: Mitglieder des Krankenhausausschusses mit Landrat Pavel (im Vordergrund) in der Isolierstation am Stauferklinikum. © Foto: Stauferklinikum
Mutlangen / SWP 02.01.2014
Der Krankenhausausschuss des Ostalbkreises konnte dieser Tage zwei Projekte des Stauferklinikums in Mutlangen begutachten - zum einen die neue Klinik-Fassade und zum anderen die Isolierstation.

Gleich zu Beginn ihrer jüngsten Sitzung wurden die Kreisräte des Ostalb-Krankenhausausschusses in den Außenbereich des Stauferklinikums in Mutlangen geführt, um sich über den Fortgang der Fassadensanierung zu informieren. Seit August wird die Fassade des Bettenbaus Süd saniert und rundum erneuert. Die Maßnahme ist aus energetischer Sicht "längst überfällig und leistet durch eine moderne Isolierung einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz", schreibt die Klinik. Auch passe sich die neue Fassade optisch an den Neubau des Klinikums an. Verarbeitet wurde zum Großteil eine Kombination aus Wärmedämmverbundsystem und Aluminiumverkleidung. Glatte Fassadenflächen wurden ebenfalls wärmeisoliert und verputzt. Bis Ende des Jahres wird die Maßnahme abgeschlossen sein. Schließlich wurden die Ausschussmitglieder vom Chefarzt der Inneren Medizin, Prof. Holger Hebart, durch die neue Isolierstation geführt. Für rund 300.000 Euro wurde hier ein keimfreier Raum für schwer immungeschwächte Patienten eingerichtet.

Landrat Klaus Pavel zeigte sich "sehr beeindruckt" von dem neuen Versorgungsangebot, das im weiteren Umkreis "ein Alleinstellungsmerkmal für das Stauferklinikum darstellt". Auf der Isolierstation können Patienten mit akuten Leukämien behandelt werden, deren Immunsystem während der Chemotherapie sehr geschwächt ist. Durch ein Überdrucksystem (die so genannte Umkehrisolierung) und moderne Filtertechnik kann eine keimfreie Umgebung, ähnlich der im OP, geschaffen werden. Infolge der Umkehrisolierung wird der Kontakt mit Schimmelpilzen und anderen Bakterien vermieden.

Die Mitarbeiter in diesem Bereich arbeiten mit Schutzkleidung und Mundschutz. Wasser und Speisen werden separat aufbereitet und sind dadurch ebenfalls keimfrei. Binnen kürzester Zeit war die neue Station komplett ausgelastet.

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