Dorffeste sind attraktiver denn je. Das ist in Honkling nicht anders als in Münster oder nächste Woche in Kohlwald. Sport, Party und noch einige Aktionen drum herum - die Mischung kommt an. Trotz Urlaubszeit und Olympia-Dauerübertragung im Fernsehen war bereits am Freitagabend das Zelt in Honkling bis in die hinterste Ecke gefüllt. Und auch das ist eine Zeiterscheinung: Viele waren dem Lockruf gefolgt, in Dirndl oder Lederhose zu erscheinen. Dazu passte der Auftritt der Gruppe "Ziacho". Das Repertoire der Stimmungsmacher aus dem Frankenland umfasste die gesamte Palette an volkstümlicher Schlagermusik. Es dauerte nicht lange, bis die Gäste die Bänke erklommen.

Tolle Mannschaft im Hintergrund

Elke Kugler, die Chefin der Dorfgemeinschaft Honkling, hatte sich an diesem Abend ebenfalls in ein fesches Dirndl gehüllt. Nach einer arbeitsintensiven Vorbereitungszeit zeigte sie sich entspannt und glücklich über den erneuten Erfolg. Sie weiß eine tolle Mannschaft hinter sich, hat Leute, die zupacken - egal ob am Zapfhahn, auf dem Sportplatz oder im Service. Jeder Einzelne hat seinen Platz, und alle sind wichtig. In der Zeltküche arbeiten eingespielte Teams wie beispielsweise Familie Schneider am Hähnchen-Stand. "Hongkong"-Bar, Cocktail- oder Pils-Bar im Freien waren stets belagert - auch sie zählten zu den Attraktionen in Honkling. Ebenso die Bands "One Night Stand" und "Music Tramps", die längst feste Bestandteile des Sommerfests sind.

20 Fußball-Mannschaften kämpften an diesem Wochenende auf dem Sportplatz unter der Regie von Spielleiter Joachim Wagener um Pokal und Ehren. Nicht weniger beliebt und attraktiv war das Schleppertreffen der "Vollgas Freunde Gschwend". Am Samstagnachmittag um 15 Uhr hatten die "Sekretärinnen" Anja und Ulrike Gärttling bereits 60 Anmeldungen auf ihrer Liste stehen, und laufend trafen weitere Fahrzeuge ein. Von Möckmühl bis Altheim auf der Alb reichte der Radius. Manche Oldtimerfreunde brachten Anhänger und Ausrüstung mit, um am Festgelände campen zu können. So auch die "Freunde historischer Landmaschinen" aus Waldenburg, von denen bemerkenswerterweise zehn Frauen auf ihren Traktoren angefahren kamen. Für Insider gab es auf dem gesamten Gelände viel Interessantes zu entdecken. Zum Beispiel eine "Schmotzer", eine selbstfahrende Arbeitsmaschine, Baujahr 1952, die Jochen Gärttling, der Vorsitzende der Vollgas Freunde, und sein Bruder Achim voller Stolz präsentierten.

Anreise dauerte zwei Wochen

Bestaunt wurde ebenso der "Eicher" mit vorgebauter Ladefläche von Karl Altvater aus Honkling. Spannend bis kurios war diese Geschichte: Vor nicht allzu langer Zeit war der stolze Besitzer mit diesem Gefährt, Baujahr 1958, bis zum Stilfser Joch in den italienischen Alpen gereist. Bei 16 Stundenkilometern Höchstleistung musste er dafür zwei Wochen einplanen. Planen und Schlafzeug hatte er dabei, sodass er sich jegliche Hotelübernachtung sparen konnte.

Überhaupt sind die Vollgas Freunde Gschwend ebenso wie ihre vielen Freunde aus der näheren und weiteren Umgebung bestens ausgerüstet. Auf ihren Touren führen sie alle notwendigen Utensilien mit, von Kochgeschirr bis Kopfkissen. Das nächste Event wartet bereits am kommenden Wochenende . . .