Freizeit Klare Symbole weisen den Weg

Das Wanderleitsystem im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald bekommt Zuwachs. Auf dem Gemeindegebiet von Gschwend sind nun fünf Rundwanderwege vorbildlich ausgeschildert.
Das Wanderleitsystem im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald bekommt Zuwachs. Auf dem Gemeindegebiet von Gschwend sind nun fünf Rundwanderwege vorbildlich ausgeschildert. © Foto: kol
Gschwend / Rainer Kollmer 14.04.2018

Die Wanderwege rings um den Hagbergturm sind beliebte Ausflugsziele. Der unübersichtliche Schilderwald mit verwirrenden Wegzeigern nach Welzheim, Gaildorf oder Fichtenberg gehört der Vergangenheit an. Mit der Einführung des einheitlichen Beschilderungssystems im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald entsteht nun für Wanderfreunde Übersichtlichkeit und Ordnung.

28 Gemeinden im Boot

Zum Naturpark gehören 48 Mitgliedskommunen. Das einheitliche Wanderleitsystem wurde seit 2012 bereits in 17 Regionen eingerichtet. So konnten Fichtenberg und Oberrot im letzten Jahr ihr neues Wegenetz einweihen. Derzeit arbeiten zehn weitere Gemeinden an dem Projekt. Gaildorf und Sulzbach-Laufen bereiten gegenwärtig die ersten Konzeptionen vor. Bis 2020 dürfte eine flächendeckende Umsetzung erreicht sein, hofft Meika Bakker, stellvertretende Geschäftsführerin der Naturparks. In Gschwend wird der Auftakt am 21. April ab 14 Uhr beim Rathaus stattfinden. Anschließend sind eine gemeinsame Wanderung auf dem Rundweg Nummer 1 und eine Abschlussveranstaltung geplant.

Einheitliche Markierungen

Die mehrjährige Planung des Leitsystems auf Gschwender Markung lag in vielen Händen. Manfred Wolpert und Matthias Weller organisierten im Rathaus die Zusammenarbeit mit der Naturpark-Geschäftsführung und den Ortsgruppen der unterstützenden Albvereine von Gschwend und Fichtenberg. Auch der Bauhof hatte großen Anteil am Gelingen des Projekts, das mit interessanten Neuerungen aufwartet.

Auf Gschwender Gemarkung sind jetzt fünf neue Rundwanderwege sowie ein zusätzlicher Verbindungspfad zum „Weiterweg“ eingerichtet. Der Kultur- und Landschaftspfad Frickenhofer Höhe kommt als weiterer Rundweg hinzu. Zusätzlich sind die einheitlichen Markierungen des Schwäbischen Albvereins sowie des Main-Neckar-Rhein-Wegs auf den Beschilderungen zu finden. Zwei Rundwege der Gemeinden Kaisersbach und Ruppertshofen, zwei Abschnitte des Mühlenwanderweges und zwei Wege der „Idyllischen Straße“ führen über Gschwender Gemarkung und ergänzen die Möglichkeiten für Wanderfreunde.

26 500 Euro Kosten

Die Kosten des Projekts ohne die zusätzlichen Leistungen des Bauhofs veranschlagt der stellvertretende Hauptamtsleiter Matthias Weller mit 26 500 Euro, wobei ein Zuschuss von 15 900 Euro durch die Europäische Union erwartet wird. Auch nach der Einführung des Wanderleitsystems ist noch einiges zu tun.

Die alten Beschilderungen müssen entfernt werden und auch eine große Wander-Schautafel ist in Planung. Eine Sonderveröffentlichung mit den Gschwender Rundwanderwegen soll auch noch kommen. Das Naturparkzentrum in Murrhardt dürfte in Zukunft auch geführte Wanderungen auf Gschwender Markung anbieten. 38 geschulte Wanderführer stehen zur Verfügung.

Info Das neue Wanderleitsystem wird am Samstag, 21. April, mit einer etwa zweieinhalbstündigen Wanderung mit Bürgermeister Christoph Hald eingeweiht. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Martkplatz in Gschwend. Im Anschluss gibt’s ein zünftiges Vesper.

Wanderungen rund um Gschwend

Rundweg 1: Marktplatz - Hagstraße – Steinenforst – Pritschenhof – Pfeiferhof – Hagberg – Dinglesmad – Oppenland – Friedhofstraße – Marktplatz (8,1 km)

Rundweg 2: Seelach – Hohfeld – Dinglesmad – Ziegelhütte – Hugenhof – Seelach (6,7 km)

Rundweg 3: Marktplatz – Humberg – Birkhof – Hirschbach – Hohenohl – Hollenhöfle – Marktplatz (9,3 km)

Rundweg 4: Wildgarten – Waldhaus – Stößelhalde – Kirchberg – Wildgarten (5 km)

Rundweg 5: Frickenhofen – Mittelbronn – Käshöfle – Wimbach – Schneckenhaus – Großer Wald – Metzlenshof –  Frickenhofen (12 km).