Ferienprogramm Kinder machen mächtig Wellen

Gut gesichert und betreut, können neun Mädchen und drei Jungs den Umgang mit dem Boot der Eskimos üben.
Gut gesichert und betreut, können neun Mädchen und drei Jungs den Umgang mit dem Boot der Eskimos üben. © Foto: wp
Gschwend / Wolfgang Pfister 04.08.2018
Im Gschwender „Wasserreich“ stand dieser Tage Kajakfahren auf dem Programm.

Im Gschwender „Wasserreich“ wird seit neun Jahren im Kinderferienprogramm Kajakfahren angeboten. Und jedes Jahr das Gleiche? Weit gefehlt! Hiltbert Quitsch ist als Hochschullehrer schon einige Jahre im Ruhestand, aber als Pädagoge ein alter Fuchs. Neue Ideen treffen bei ihm auf offene Ohren, besonders, wenn diese von den jungen Teilnehmern selbst kommen.

Neun topfite Mädels und drei motivierte Jungs waren in diesem Jahr dabei. Neben zwei Mitarbeitern der DLRG Gschwend waren zwei angehende Lehrer als Betreuer dabei, Christian Milonas von der Wittum-Schule in Urbach sowie Dawid Niestroj von der Hohbergschule Plüderhausen.

Eine kurze Begrüßung und schon hüpften die Kinder ins Wasser und kletterten in die Boote. Sitzen und knien, dann mit den Händen vorwärts paddeln, waren die ersten Übungen. Dazwischen kamen Tipps, wie man richtig und stabil sitzt und dann die erste Neuerung: Stand-up-Paddeln im Kajak. Vorsichtig balancierend, das Paddel vorsichtig ins Wasser tauchend, klappte das nach kurzer Übung erstaunlich gut. Etwas später folgte eine Mutprobe: eine Eskimorolle unter Aufsicht. An beiden Enden von je einem Betreuer gesichert, wurde das Boot inklusive Insasse um 180 Grad nach unten geschwenkt und wieder nach oben gedreht.

Als nächste Übung kam die Schwimmbrücke, bei der sitzend und laufend die Plätze in den Kajaks getauscht wurden, was den zwölf Jungs und Mädels einen Heidenspaß machte. „Spritzdecken werden in freien Gewässern verwendet, damit kein Wasser ins Boot läuft“, erklärte Quitsch und zeigte, wie man diese am Süllrand befestigt und im Notfall wieder entfernt.

Weiter ging es mit „Karussell fahren“, indem die Boote abwechselnd mit vor- und rückwärtigen Paddelbewegungen in Drehung versetzt wurden. „Eine neue Jahrmarkt – Attraktion“, bemerkte der emeritierte Hochschullehrer schmunzelnd. Eine Premiere war der erste Kajak-Wettkampf. Zwei Teams mit je sechs Kindern mussten das Schwimmbecken der Länge nach durchpaddeln, dann übernahm der nächste den Rückweg, bis alle Boote im wieder im Ziel waren und die fünf Betreuer lautstark applaudierten.

Dem Wettkampf folgte eine kurze Pause und Tipps mit Atem­übungen, um Luft länger anhalten zu können, bevor das Wildwasserfahren folgte. Mit vier Booten wurden drei künstliche „Fahrrinnen“ gebildet, dann diese Boote an beiden Enden abwechselnd hoch und herunter gedrückt und schon entstanden dreißig Zentimeter hohe Wellen, die natürlich weit über den ebenen Beckenrand schwappten. Dieser Kajak-Parcour wurde nun schwungvoll durchfahren, Höhepunkt und Schluss einer tollen Ferienveranstaltung.

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