Eutendorf Starkregen-Schutzmaßnahme verschoben

Die Versorgungsleitungen sind, bis auf Gas und Strom, in der Waldheckenstraße neu gelegt. Im Oktober soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt geht dann in die Planung.
Die Versorgungsleitungen sind, bis auf Gas und Strom, in der Waldheckenstraße neu gelegt. Im Oktober soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt geht dann in die Planung. © Foto: Cornelia Kaufhold
Gaildorf / Cornelia Kaufhold 13.06.2018
Im Zuge der Sanierung der Waldheckenstraße in Eutendorf sollte ein zweiter Kanal zum Wörthbach verlegt werden, der bei Starkregen die Wassermassen aufnimmt. Dieses Vorhaben wird verschoben.

Bei Blitz und Donner stehen sie unter dem Schutz eines Garagendachs. Manfred Sonner vom Verbandsbauamt hat seine orangefarbene Regenjacke angezogen. Ortsvorsteher Jürgen Jäckel und einige Eutendorfer Ortschaftsräte werden nass. Sie brechen ihre Baustellenbesichtigung am Montagabend ab. Das Hauptthema, die Gestaltung der Einfahrt von der Hindenburg- in die Waldheckenstraße, werden sie ein andermal besprechen.

Was Sonner vor Ort zeigen wollte, erklärt er in der anschließenden Sitzung im Eutendorfer Rathaus. Die wichtigste Nachricht: Die Baustelle liegt im Plan. Der erste Bauabschnitt der Waldheckenstraße wird Anfang, Mitte Oktober fertig sein, sagt Sonner. Die Hauptleitungen, die Kanal- und die Wasserleitung sowie zwei Leerrohre für Breitband sind verlegt, die für Strom und Gas fehlen noch. Die Hausanschlüsse stehen ebenfalls noch aus. „Wenn’s möglich ist, werden die Leitungen durch die Rohre geschossen, sodass die Einfahrten nicht aufgegraben werden müssen“, erklärt Jürgen Jäckel bei einem Treffen an der Baustelle gestern Vormittag.

Gully verstopft

In der Sitzung spricht er einen geschotterten Feldweg an, der zur Hälfte auf privatem Grund verläuft und schlägt vor, sämtliche alte Bebauungspläne von Eutendorf zu überarbeiten. Das Gremium ist damit einverstanden. Auf besagtem Feldweg hat der Starkregen tiefe Furchen hinterlassen. Der Gully in der Mitte der Kreuzung Belichweg/Waldheckenstraße/Blumenstraße ist randvoll mit Erde und Schotter. Jäckel zückt sein Handy und zeigt ein Foto von Montagabend: Ein Sturzbach läuft die Blumenstraße hinunter. „Die Bauarbeiter müssen dringend den Gully frei machen“, sagt Jäckel. Er wird die Baufirma informieren. In der Blumenstraße sollte ein zweiter Kanal für Oberflächenwasser verlegt werden. Die Maßnahme wird die Stadt schieben müssen. „Wir haben einen negativen Förderbescheid erhalten“, teilt Sonner den Ortschaftsräten mit. „Dann können wir den zweiten Bauabschnitt der Waldheckenstraße vorziehen?“, fragt Rainer Hägele. Sonner schüttelt den Kopf. Dafür fehle der Stadt das Geld. 800.000 Euro sind für den ersten Bauabschnitt kalkuliert und für den zweiten erhält sie keine Zuschüsse. Im Übrigen gebe es noch keine Planung. Die habe sich die Verwaltung fürs zweite Halbjahr vorgenommen.

Nicht lockerlassen

Sie will einen zweiten Förderantrag für die Blumenstraße stellen. Darüber soll der technische Ausschuss heute Abend entscheiden. Jäckel verweist noch auf einen zweiten Punkt: die Ausschreibung. „Das muss langfristig gemacht werden, aktuell geht das auch preismäßig nicht, wenn man überhaupt eine Firma bekommt.“ Sonner erläutert kurz, wie es auf der Baustelle weitergehen soll: „Nach den Bauferien kommt der Straßenbau dran. Dann werden die Randsteine verlegt und der Gehweg gepflastert.“

Ein Bauantrag

Der Ortschaftsrat hat diesmal nur über eine Bausache zu befinden, dem Bau eines Einfamilienhauses mit Garage im Meisenweg im Baugebiet Wörlebach III in Großaltdorf. Das Gremium stimmt zu. Jürgen Jäckel erklärt auf Nachfrage, dass im Baugebiet Billmerweg in Eutendorf ein Bauplatz verkauft ist. Zwei weitere sind anschließend nicht öffentlich Thema im Gremium.

Straße gesperrt

Am kommenden Samstag müssen die Eutendorfer für ihre Fahrt nach Gaildorf die Umleitung über Ottendorf nehmen. Der TSV Eutendorf wird wegen des D-Jugend-Cups die Straße voll sperren. „Das hat der Verein aus Sicherheitsgründen beantragt und das Landratsamt hat dem Antrag zugestimmt“, sagt Jäckel. Das Turnier werde auf beiden Sportplätzen ausgetragen. Sie sind durch die Straße voneinander getrennt. Die Spieler seien zwischen zehn und zwölf Jahre alt, und der TSV habe nicht genügend Betreuer, um die Kinder nonstop beaufsichtigen zu können. „Mit der Vollsperrung ist der TSV auf der sicheren Seite“, so Jäckel. Am Sonntag ist wieder freie Fahrt garantiert.