Motocross Jugend-Meisterschaftsläufe "Auf der Wacht" - Vorbereitungen fürs Wochenende

REINHOLD HARING 31.08.2015
Abgekämpfte, aber zufriedene Gesichter "Auf der Wacht". Vor allem die Hitze hat den Helfern am Samstag zugesetzt. Die Jugendläufe aber verliefen reibungslos. Man ist für das Finale des MX-Masters gerüstet.

Die MSC-Verantwortlichen sind erleichtert. Die Organisation des Jugend-Motocross-Wochenendes war perfekt, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Nicht umsonst ist der MSC der Top-Veranstalter in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa.

An diesem Wochenende musste sogar zweigleisig gefahren werden. Zum Einen musste für den reibungslosen Ablauf von sechs Rennen gesorgt werden - fünf davon praktisch als Finalläufe um die Meisterschaft - gleichzeitig wurde weiter für das Finale des MX Masters am kommenden Wochenende aufgebaut. Zum Beispiel im Bewirtungszelt, wo der Boden für die Küche gelegt wurde, oder im VIP-Zelt.

Über 100 Personen helfen

Auch an diesem Samstag waren wieder mehr als 100 Helfer an der Strecke beschäftigt. Warum tut sich der Verein das an? Die Antwort kommt, noch bevor die Frage beendet ist. "Wir tun es wegen unserer Jugendlichen", sagt Ralf Schweda, der Vorsitzende des MSC Gaildorf. Man sei stolz auf die Entwicklung, die diese Jugendarbeit genommen habe. "Wir haben vor wenigen Jahren bei Null angefangen", erinnert sich Schweda, "und heute sind schon viele MSC-Fahrer am Jugend-Motocross am Start. Die Jugendarbeit zahlt sich aus".

Dabei ist klar, dass vor allem der Spaß an der Sportart im Vordergrund steht. Nicht jeder, der heute für den MSC fährt, wird einmal ein deutscher Spitzenfahrer werden. Aber das ist in anderen Sportarten auch nicht der Fall - Hauptsache mit Begeisterung dabei. Die ist bei Finalläufen besonders groß. In vier Klassen wurden am Samstag die Gesamtsieger ermittelt.

Bei den "Schüler A" ist es Luca Röhrer, bei "Schüler B" Collin Wohnhas; bei der "Jugend A" setzte sich Paul Bloy durch, bei der Jugend B Christopher Robert. Bei den Junioren, deren Titelgewinner Elias Stapel schon feststand, kämpfte sich Lars Sadtler auf Platz zwei, und im noch laufenden BW-Motocross-Pokal Open setzte sich Maximilian von Heuß an die Spitze.

Nach der Siegerehrung wird es ruhig "Auf der Wacht". Jetzt kann man den Samstag noch einmal Revue passieren lassen. Und entspannen, durchatmen, die Kameradschaft genießen - am Sonntag geht's wieder ran. Und der Countdown läuft. In einer Woche herrscht Hochbetrieb. Dennoch kommt keine Hektik auf. Schließlich wissen alle: wir schaffen es. Und noch eine Frage wurde beantwortet: Wie sieht es um die Zukunft des Jugend-Motocross-Wochenendes aus? Ralf Schweda gibt eine Antwort, die zum Schmunzeln anregt: "Von uns aus gern, wenn der ADAC es will". Kaum anzunehmen, dass die Dachorganisation eine Veranstaltung auf einer der schönsten Strecken Deutschlands beim besten Veranstalter ablehnen würde.