Seit Oktober 2019 fährt die Johanniter-Unfall-Hilfe mit einem neuen Rettungswagen vom Standort Schorndorf aus. Von dort sichert sie die Notfallrettung im südöstlichen Teil des Landkreises. Ab sofort wird der Rettungswagen in einen 24-Stunden-Betrieb überführt. „Die 24-Stunden-Rettungswache in Schorndorf ist ein weiteres Puzzlestück in einem Konzept, an dem wir schon lange arbeiten“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Das Gesamtpaket der Vorhalteerweiterung, das der Landkreis, die Krankenversicherungen als Kostenträger sowie die Rettungsorganisationen im Kreis schnüren, ist einmalig im Land. Nach der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen im gesamten Kreis – wir gehen von Ende 2020 aus – sollten die Hilfsfristen in naher Zukunft eingehalten werden können.“

Weitere Verbesserungen in der Notfallrettung wurden bereits angestoßen oder abgeschlossen: Am Standort Winnenden-Hertmannsweiler hat der Malteser Hilfsdienst zum 1. Februar einen Rettungswagen im Tagdienst in Betrieb genommen. Dieser wird noch in den 24-Stunden-Betrieb überführt. Ein weiterer Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes in Sulzbach an der Murr wurde bereits zum 1. Mai 2019 vom Tagesdienst auf einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb umgestellt. Noch in der Umsetzung befinden sich zwei weitere 24-Stunden-Rettungswagen: einer in Backnang (Johanniter Unfall-Hilfe), der andere in Waiblingen (Arbeiter Samariter Bund).
Pflegeeinrichtung in Oberrot Spatenstich fürs „Rottaler“ gesetzt

Oberrot

Die Maßnahmen zur Vorhaltung der Notärzte wurden mittlerweile komplett umgesetzt: Der Notarzt aus Althütte wurde zum 1. November 2019 nach Murrhardt verlegt. Dort hat der Rems-Murr-Kreis dem DRK-Kreisverband Räume im Winterdienststützpunkt zur Verfügung gestellt. Der neu installierte Notarzt-Standort Welzheim, ebenfalls vom DRK, ist seit 30. März in seiner neuen Wache in Betrieb. Der DRK-Notarztstandort Winnenden wurde in einen 24-Stunden-Betrieb überführt.

Hintergrund der Maßnahme

Der Bereichsausschuss hatte nach einem Gutachten für den Rettungsdienstbereich im Rems-Murr-Kreis Ende 2018 eine umfangreiche Ausweitung der Notfallrettung beschlossen. Unter anderem Eberhard Kraut, AOK-Geschäftsführer und zu dem Zeitpunkt Vorsitzender des Bereichsausschusses, und Landrat Dr. Richard Sigel als Vertreter der Aufsichtsbehörde hatten die Pläne vorgestellt. Die zusätzlichen Kapazitäten, was Personal, Wachen und Leitstelle betrifft, wurden und werden 2019 und 2020 geschaffen: 55 zusätzliche Vollzeitkräfte für den Rettungsdienst, neun zusätzliche Vollzeitkräfte für die Integrierte Leitstelle Rems-Murr sowie sechs weitere Rettungsfahrzeuge sorgen für noch mehr Sicherheit.

Info


Der Bereichsausschuss setzt sich aus stimmberechtigten und beratenden Mitgliedern der Kostenträger (Vertreter der Krankenkassen), der Leistungserbringer (Rettungsdienstorganisationen) sowie der Aufsichtsbehörde, sprich dem Landratsamt, zusammen.