Gschwend Jeder Handgriff sitzt

Gschwend / Rainer Kollmer 25.07.2018
Ein Festakt zum Einstieg, eine Löschübung und Spielangebote für Kinder und Jugendliche zeigen: Die Jugendfeuerwehr in Gschwend ist auch nach 40 Jahren auf der Höhe der Zeit.

In den drei Feuerwehr-Abteilungen von Altersberg, Frickenhofen und Gschwend sind gegenwärtig etwa 80 Aktive tätig. Nicht ohne Stolz kann Steffen Wahl, Kommandant der Jugendfeuerwehr, auf die stattliche Zahl von 28 Jugendlichen verweisen, die den Nachwuchs bilden. Sie werden, so hofft auch Gesamt-Kommandant Joachim Hauenstein, nach und nach in den Kreis der Aktiven aufgenommen. Demnächst wechseln wieder sechs Jugendliche zu den Aktiven.

Beim Festakt während der traditionellen Hocketse beim Feuerwehrmagazin wird mit dem Rückblick auf 40 Jahre Jugendarbeit ein überzeugendes Bild gezeichnet. Bereits im Frühjahr 1977 machen sich der damalige Kommandant Alfred Grau mit Jugendwart Gerhard Kurr daran, die Nachwuchsförderung auf den Weg zu bringen. Schon bei der Gründung der Jugendfeuerwehr am 1. April 1978 sind 16 Jugendliche ab dem zwölften Lebensjahr dabei. Nach einer Satzungsänderung gibt es diese Altersbeschränkung nicht mehr. Die Türen stehen heute auch für ganz junge Feuerwehr-­Fans offen.

Übung, Theorie – und Spaß

Die Vorbereitung auf den aktiven Dienst steht für Steffen Wahl und seinen Stellvertreter Simon Sorg im Mittelpunkt der Jugendarbeit. Die Mischung aus Übung und Theorie wird durch Spaß und Kameradschaft ergänzt. In einer bunten Bilderfolge auf der Leinwand werden die vergangenen Jahre in Erinnerung gebracht. Auch eine Festschrift kann erworben werden.

Zu den Gratulanten gehören Bürgermeister Christoph Hald, Kommandant Joachim Hauenstein und Kreisjugendfeuerwehrwart Daniel Maier. Hald zeigt sich dankbar, dass sich die Jugendlichen in der Feuerwehr so ernsthaft in der Gemeinde einbringen. Er kann auf die engagierte Arbeit und die guten Strukturen vertrauen. „Es funktioniert“, lautet sein kurz gefasstes Lob. Er gibt ein ermutigendes „Macht weiter so!“ mit auf den Weg.

Hauenstein bezeichnet die Jugendfeuerwehr als Rückgrat der aktiven Wehr. Zusammen mit den Abteilungskommandanten Simon Mandl, René Mursch und Kurt Sturm bedankt er sich zum Jubiläum mit einem Gutschein für einen Besuch im Skypark Wetzgau und einem zünftigen Grillabend.

Für großes Aufsehen sorgt am nächsten Tag die Löschübung auf der gesperrten Straße vor dem Magazin. Der von einem Traktor herbeigeschaffte Bauwagen qualmt bereits heftig. Dann wird das neue HLF 20 herbeigerufen. Acht Jugendliche zeigen gut geübte und zügige Leistungen. Jeder Handgriff sitzt. Die Meldungen an den Gruppenführer Tim Rosenkranz sind kurz und knapp. Mit Unterstützung des aktiven Maschinisten Bernd Wahl werden die Wasseranschlüsse hergestellt. Über eine Verzweigung werden mehrere Schlauchleitungen verlegt. Die vorgesehene Riegelstellung zur Eingrenzung des Brandherdes wird mit einem zusätzlichen Hydroschild ergänzt. Das Publikum muss vor der gewaltigen Wasserwand in Deckung gehen. Steffen Wahl kommentiert fachmännisch und erläutert dem Publikum jeden einzelnen Handlungsschritt, bis es schließlich „Wasser halt“ heißt und die Straße in kurzer Zeit wieder für den Durchgangsverkehr freigegeben werden kann.

Mit diesem guten Team der Feuerwehrjugend ist die Gschwender Wehr auch für die Zukunft gerüstet.

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