INTERVIEW: Die Mischung machts

SWP 06.06.2012
Seit 2006 veranstaltet die VHS Gaildorf die Reihe "Gaildorfer Schlosskonzerte". Sie wird von Angelika Meixner und Karl-Heinz Stooß organisiert.

Wie sieht denn die Bilanz der Schlosskonzerte aus?

ANGELIKA MEIXNER: Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Die leichte Muse, für die beispielsweise die Stuttgarter Saloniker oder Comedia Vocale stehen, läuft gut. Bei hochwertigen Klassik-Interpreten wie kürzlich dem Karlsruher Konzertduo lässt die Nachfrage doch eher zu wünschen übrig. Das ist sehr schade, aber wir möchten trotzdem hin und wieder auch auswärtigen Künstlern Auftrittsmöglichkeiten im Schloss bieten. Dies wird dann auch von eher weniger Besuchern mit Freude angenommen.

Wie steuern Sie dagegen?

Die Mischung von Klassik und leichter Muse soll auch die jüngere Generation ansprechen. Eine Möglichkeit ist auch, auf Interpreten zu setzen, die hier einen Namen haben wie die junge Geigerin Katharina Buck und der Pianist Sven Bauer. Beim Konzert des in Schwäbisch Hall lebenden Harfenisten Tobias Southcott waren einige seiner Schüler da. Ob diese jungen Leute dann auch andere unserer Konzerte besuchen, steht auf einem anderen Blatt. Wir werden jedenfalls nicht auf Klassik-Angebote verzichten.

Wie ist denn das Einzugsgebiet der Schlosskonzerte?

Das reicht bis Schwäbisch Hall, Murrhardt. Viele Zuhörer kommen aus dem Bühlertanner Raum und manche auch aus Ilshofen.

Manchmal kommt es im Gaildorfer Kulturkalender auch zu Überschneidungen zu Konkurrenzangeboten.

Ich versuche relativ früh zu planen und gebe unsere Termine auch rechtzeitig weiter. Wenn dann kurzfristig ein anderes Konzertangebot auftaucht, kann ich nicht mehr zurück, weil die Verträge bereits unterzeichnet sind. Aber ich denke das wird immer wieder vorkommen, das kann man nicht ausschließen.

Info Die Gaildorfer Schlosskonzerte sind eine Kooperationsveranstaltung der Stadt Gaildorf und der VHS Außenstelle Gaildorf, die von der Senator-Hans-Kupczyk-Stiftung unterstützt wird