Unterrot Initiative von Bürgern wünscht für Unterrot einen Bezirksbeirat

Das Unterroter Rathaus mit dem Wappen der einstmals selbstständigen Gemeinde: Eine Interessengemeinschaft hätte gerne einen Bezirksbeirat.
Das Unterroter Rathaus mit dem Wappen der einstmals selbstständigen Gemeinde: Eine Interessengemeinschaft hätte gerne einen Bezirksbeirat. © Foto: Haring
KLAUS MICHAEL OSSWALD 20.12.2013
Gaildorfs größte Teilgemeinde, Unterrot, hat weder einen Ortschafts- noch einen Bezirksbeirat. Eine Initiative von Bürgern sieht hier Nachholbedarf und hätte gerne ein solches Gremium eingerichtet.

Unterrot war zum 1. Januar 1972 als zweite Gemeinde unter die Fittiche der Stadt Gaildorf gekommen. Ottendorf hatte bereits ein halbes Jahr zuvor die Selbstständigkeit verloren, Eutendorf folgte am 1. Januar 1974. Während nun die Eutendorfer neben dem Gaildorfer Gemeinderat auch einen regelmäßig tagenden Ortschaftsrat als Interessenvertretung haben und die Ottendorfer immerhin noch einen Bezirksbeirat, gibt es in Unterrot nichts Vergleichbares.

Das soll sich nun nach dem Willen der "Interessengemeinschaft Bezirksbeirat Unterrot" (IG BU) ändern. Mit einer Unterschriftenaktion möchte die Gruppe um Albrecht Schupp innerhalb der Bevölkerung in den Teilorten Arwa, Bröckingen, Lutzenberg, Münster, Kieselberg, Reippersberg, Schönberg und Unterrot um Unterstützung werben. Als wichtiges Ziel formulieren 16 Unterroter, die ein entsprechendes Informationsblatt unterzeichnet haben, die Möglichkeit, "Themen problemnah vorzubereiten und abzustimmen, bevor diese durch Stadtverwaltung bzw. Stadtrat entschieden werden". Ein Bezirksbeirat hätte in ihren Augen "die Funktion eines Bindeglieds zwischen örtlichen Vereinen, Kirche, gesellschaftlichen Gruppen wie ausländischen Mitbürgern und Stadtverwaltung bzw. Stadtrat". Die Vergangenheit habe gezeigt, dass verschiedene Entscheidungen und Maßnahmen "besser mit den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern hätten abgestimmt werden können und sollen". Eine "Gleichstellung" der einwohner- wie flächenmäßig größten Teilgemeinde mit Eutendorf und Ottendorf sei "somit sinnvoll".