Engagement In Einsatz gegen das Sterben

Das Schiff „Iuventa“ auf hoher See. Das Foto ist ein Ausschnitt aus dem Filmplakat.
Das Schiff „Iuventa“ auf hoher See. Das Foto ist ein Ausschnitt aus dem Filmplakat. © Foto: Verleih
Gaildorf / rs 13.10.2018

Eine Gruppe junger, engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 die Initiative „Jugend rettet“. Sie kaufen einen Fischkutter, bauen ihn für die Seenotrettung um und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. 2016 sticht das Schiff in See. Die bewegende Geschichte wurde von Filmregisseur Michele Cinque festgehalten, der die jungen Protagonisten über ein Jahr lang begleitet hat.

Zu sehen ist die Geschichte am Donnerstag, 18. Oktober, um 20 Uhr im Gaildorfer Kino. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Kinovereins Sonnenlichtspiele mit der Diakonie in Gaildorf. Im Anschluss an die Vorstellung sind die Besucher eingeladen, mit einem Gast der Initiative „Jugend rettet“ ins Gespräch zu kommen. Eine Woche später, am 25. Oktober, wird die Dokumentation erneut gezeigt.

Mit dem Tod konfrontiert

Der Film beginnt mit der ersten Mission der „Iuventa“ als Seenot­rettungsschiff und beobachtet die jungen Retter, die voller Tatendrang und Optimismus innerhalb von 15 Tagen 2000 Menschen das Leben retten. Sie werden mit tiefer Dankbarkeit, aber auch dem Tod konfrontiert. Die ursprüngliche Idee war es, ein Signal zu setzen, dass nach der Beendigung des europäischen Seenotrettungsprogramms „Mare Nostrum“ 2015 ein organisiertes System auf hoher See weiterhin notwendig ist und zur moralischen Pflicht Europas gehört.

Nach über einem Jahr Einsatz und etwa 14 000 auf hoher See geretteten Menschen bekommt die Iuventa Probleme, die Initiative wird mit der politischen Realität konfrontiert … „Dass eine Handvoll engagierter Menschen sich einfach aufmachen und Menschenleben retten, ist bewundernswert“, kommentiert Dagmar Seybold vom Diakonieverband das Engagement der Initiative.

Info Der Film läuft am Donnerstag, 18. Oktober, um 20 Uhr im Gaildorfer Kino; anschließend gibt es die Möglichkeit, mit einem Vertreter der Initiative ins Gespräch zu kommen. Eine weitere Vorstellung gibt es am 25. Oktober.

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