Gaildorf / swp Gaildorf erreicht im „Ranking“ unter 671 Kommunen einen respektablen 51. Platz. Etliche Gemeinden und Städte im Landkreis Schwäbisch Hall rangieren deutlich davor. Crailsheim wird Vizemeister.

Der Frühling bringt es an den Tag. Die Sonne scheint und die Sonnenkollektoren beginnen, wieder mehr Leistung zu liefern. Auch die Kollektoren auf dem Schenk-von-Limpurg-Gymnasium sehen wieder häufiger die Sonne. Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, denn noch vor nicht allzu langer Zeit war Solarstrom eine Rarität.

Um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den Kommunen einen sportlichen Anreiz zu geben, wurde in den Anfangsjahren der regenerativen Energien die Solarbundesliga geschaffen, auch um den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben und Erfolge sichtbar zu machen. Für den Wettbewerb, der in fünf Kategorien vergeben wird,  wird die Solarleistung pro Kopf ermittelt.

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Kategorie bis 19.999 Einwohner

Nun sind die Ergebnisse der Solarbundesliga 2018 bekannt gegeben worden: In Gaildorf sind danach insgesamt 7349 Kilowatt Leistung aus Sonnenkollektoren installiert, pro Einwohner sind dies immerhin 594 Watt. Hinzu kommen noch fast 4000 Quadratmeter Solarwärmekollektoren, was einer Leistung von 226 Watt pro Einwohner entspricht.

Diese Leistungsdaten bringen Gaildorf einen respektablen 51. Platz ein. Die Kocherstadt rangiert in der Kategorie Kleinstädte, die alle Kommunen mit 5000 bis 19.999 Einwohnern umfasst und in der 671 Kommunen aufgelistet sind.  Weitere Anstrengungen um den Ausbau der Sonnenenergie seien hilfreich, um die Stadt im Ranking steigen zu lassen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Der Landkreis Schwäbisch Hall steht übrigens nicht schlecht da. In der Kategorie Gemeinden etwa folgt auf Feichten a. d. Alz in Bayern auf Platz zwei gleich die Gemeinde Wolpertshausen und auf Platz vier die Gemeinde Braunsbach. Und bei den Kleinstädten liegen Blaufelden, Schrozberg, Rot am See, Ilshofen und auch Rosengarten weit vor Gaildorf. In der Kategorie Mittelstädte hat es zudem Crailsheim auf Platz zwei geschafft, Schwäbisch Hall rangiert auf Platz fünf von 277.

Catherine Adelmann verzichtet auf einen persönlichen Masterplan. Sie freut sich an positiven Effekten ihrer Arbeit.

„Ein Anfang ist gemacht

Aber, so das Fazit der Gaildorfer Stadtverwaltung, „ein Anfang ist gemacht“. Spitze sei Gaildorf zudem dank des Naturstromspeichers vor allem bei der Wind- und Wasserenergie: Die Kombination von Windrädern mit einem  Pumpspeicherkraftwerk gebe es bisher schließlich nur hier.

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Kommunen auch im Ligabeirat vertreten

Die Solarbundesliga wird seit 2001 vom Fachinformationsdienst Solarthemen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe durchgeführt. Die Solarbundesliga wird durch einen Ligabeirat begleitet, der auch bei Streitfragen entscheiden soll. Im Ligabeirat sitzen Vertreter des Bundesverbandes Solarwirtschaft, der Solarbundesliga, der Solarthemen, der Deutschen Umwelthilfe, des Bundesumweltministeriums und des Deutschen Städtetags sowie zwei Kommunalvertreter, die von den beteiligten Kommunen gewählt werden.