Niemand auf dem Rathaus in Ottendorf wusste damals Bescheid über den vorübergehenden Einwohnerzuwachs. Diesen gab es am 8. April 1945: Frühmorgens um 4 Uhr klopfte ein von KZ-Haft und unzähligen Verhören gezeichneter Mann an die Tür eines Hauses in der heutigen Magdeburger Straße. Dort waren Frau, Tochter und die beiden Enkel nach ihrer Flucht vor den Bombenangriffen in Stuttgart untergebracht – im Haus ihres ehemaligen Dienstmädchens R...