Ostalbkresi Die Zahl der Arbeitslosen steigt wieder

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Das Logo der Arbeitsagenturen. © Foto: dpa
Aalen / swp 03.08.2018
Die Agentur für Arbeit registriert in Aalen für den Monat Juli 235 neue Menschen ohne Job.

In Ostwürttemberg waren mit 7295 Arbeitslosen im Juli 228 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Vormonat. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Juli des Vorjahres um 1330 Personen oder 15,4 Prozent deutlich höher. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 2,9 Prozent. In Baden-Württemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Berichtsmonat in den Landkreisen unterschiedlich entwickelt. 2642 Personen waren im Kreis Heidenheim arbeitslos gemeldet. Das sind sieben Arbeitslose weniger als im Vormonat und 20,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote des Monats Juli ging um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent zurück. Agenturchef Elmar Zillert bewertet diese Zahlen positiv, denn „damit trotzt der Kreis Heidenheim dem für einen Juli normalerweise üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und setzt den positiven Trend der letzten Monate fort“.

Im Ostalbkreis stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 235 auf 4653. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren zum gleichen Termin aber 12,4 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis stieg saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte und lag zum Ende des Berichtsmonats bei 2,7 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Monat sei fast ausschließlich auf die Entwicklung der Gruppe der unter 25-Jährigen zurückzuführen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Juni um 230 Personen auf 760 Arbeitslose an. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vormonat um 40,7 Prozent. Im Vorjahr waren mit 859 Personen zum gleichen Zeitpunkt 9,4 Prozent mehr Jugendliche in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet.

Diese Entwicklung sei typisch für einen Juli, so die Interpretation der Agentur für Arbeit. In diesem Monat endeten sehr viele Ausbildungsverhältnisse und der Übergang von einer Ausbildung ins Erwerbsleben klappe nicht immer nahtlos. Die Gründe hierfür seien sehr vielfältig und liegen häufig auch bei den Jugendlichen selbst, die aufgrund der guten Arbeitsmarktlage nach der Ausbildung die Branche oder den Betrieb wechseln oder ein Studium oder eine Aufstiegsfortbildung anstreben. Doch Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, kennt den Arbeitsmarkt und gibt sich zuversichtlich. „Wir haben in nahezu allen Bereichen einen Mangel an Fachkräften. Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Firmen der Region die gut ausgebildeten neuen Fachkräfte, die kein Studium beziehungsweise keine Weiterqualifizierung anstreben, schon sehr bald aufnehmen werden.“ Die Entwicklung bei anderen Personengruppen zeigte sich hingegen eher stabil. So stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten im Berichtsmonat um fünf auf 440 Personen an. Bei den ausländischen Mitbürgern war eine Person mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Derzeit sind in Ostwürttemberg 1995 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Positiv sei, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 66 auf 2191 verringerte. Der Rückgang dieser Personengruppe fiel mit 2,9 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Land.

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