Fichtenberg Im Namen der Freundschaft

Fichtenberg / Brigitte Hofmann 25.07.2018
Fichtenberger Schüler zeigen ein Musical, das den afrikanischen Kontinenten und das Thema Brückenschlag unter Völkern in den Fokus rückt.

Kein düsteres Bild von hungernden und flüchtenden Menschen zeichnet das Musical „Tuishi pamoja“, sondern eines von fröhlichen Tieren in der Savanne auf der Suche nach Freundschaft. Das Thema Afrika dient der Grund- und Werkrealschule Fichtenberg als Inspiration für Aktionen und Stationen sowie als Motto ihres Schulfests. „Es ist eine große Ehre, eine Schule zu haben, die sich solcher Themen annimmt“, stellt Bürgermeister Roland Miola bewundernd fest. Auch Schulrat Bernhard Greule sieht das so, als er interessiert und staunend übers Schulgelände streift. Afrikanische Tänze, Spiele und bemalte Gesichter, eine Ausstellung über Landschaften in Afrika, dazu exotische Tiere malen, Masken basteln, Fladenbrot backen – alles, was in den Klassenzimmern oder auf den Gängen passiert, stellt einen Bezug zum afrikanischen Kontinent her. Höhepunkte am Schluss sind das Trommelcrescendo auf dem Schulhof und das Abschlusslied der Schulband.

Eindeutiges Highlight aber ist das bewegende Musical, welches die jungen Schülerinnen und Schüler in tollen Kostümen auf die Bühne bringen. Da stehen sich Zea aus der Herde der schwarz-weiß gestreiften Zebras und Raffi und die braun-beige gepunkteten Giraffen zunächst mit großer Abneigung gegenüber. Sie sind überzeugt davon, dass sie nicht zusammenpassen. Doch Zea und Raffi schaffen es, sich über alte Denkweisen hinwegzusetzen, weil sie erkennen, dass es ohne Freundschaft nicht geht. Unterstützt werden sie dabei von den Erdmännchen und Löwen. Und so wird aus einem Gegeneinander ein Miteinander in der Tierwelt, was der Schulchor auf eine andere Ebene überträgt: „Wir sind Kinder einer Welt, ob schwarz, ob weiß, ob nah oder fern, wir haben alle Kinder gern.“ Die Freude und Überzeugung, die sie dabei an den Tag legen, rührt beinahe zu Tränen.

Dass wochen- und monatelange Arbeit hinter allem steckt, versteht sich von selbst. Schulleiter Andreas Haller, der wegen einer schweren Sommergrippe das Bett hüten muss, bekommt einen kräftigen Applaus nach Hause geschickt. Lehrerin Gabriele Löbel übernimmt derweil die Regie und überreicht zusammen mit Schülersprecher Jari Dethloff Geschenke an die Personen, die mit zum Erfolg des Musicals beigetragen haben. Allen voran die Lehrerinnen Jutta Nagel, Iris Seehuber und Iris Harr, Hausmeister Werner Seeger und Marc Pöthig, der die gemeinsame Bläserklasse von Musikverein und Schule leitet. Lehrer Christian Müller, der die Schüler für die Schulband begeistert, sowie sein Schüler-Assistent Peter Weller werden ebenfalls bedacht. Elternbeiratsvorsitzende Petra Wühr bedankt sich im Namen aller Eltern für die fruchtbare Arbeit an der Fichtenberger Schule, die solche Talente hervorbringt und fördert.

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