Personalie Ihr ging’s um das Wohl der Kinder

Rektorin Dagmar Spohn-Jakob (Mitte) mit Schulamtsdirektorin Gabriele Sengstock und Schulrat Bernhard Greule.
Rektorin Dagmar Spohn-Jakob (Mitte) mit Schulamtsdirektorin Gabriele Sengstock und Schulrat Bernhard Greule. © Foto: Reinhold Haring
Gaildorf / Von Reinhold Haring 08.07.2017

Nach fünfzehn Jahren endet an der Peter-Härtling-Schule in Eutendorf eine Ära: Schulleiterin Dagmar Spohn-Jakob geht mit Ablauf des Schuljahres in Pension. In einer Feierstunde im Rahmen der Theateraufführung ihrer Schule wurde die beliebte Pädagogin offiziell verabschiedet.

Von Anfang an hatte sich Dagmar Spohn-Jakob der Sonderpädagogik verschrieben, erweiterte ihre Ausbildung immer mehr, machte auch die Montessori-Pädagogik zu einem Schwerpunkt ihrer Ausbildung und späteren Arbeit. Sie unterrichtete in Heilbronn und an der Friedensbergschule in Schwäbisch Hall und kam 2002 als Schulleiterin an der Peter-Härtling-Schule nach Eutendorf. Seit der Pensionierung von Brigitte Fleck fungieret sie zudem als kommissarische Rektorin die Grundschule Ottendorf/Eutendorf.

Ruhender Pol

Schulrat Bernhard Greule vom Staatlichen Schulamt Künzelsau gab einen Überblick über die Lehrerstationen der scheidenden Rektorin. Dabei hat er einen besonderen Bezug zu Dagmar Spohn-Jakob: Er war einer ihrer Nachfolger an der Friedensbergschule und profitierte von den Grundlagen, die Dagmar Spohn-Jakob gelegt hatte. Greule zitierte aus einer Beurteilung zu Beginn ihrer Karriere: „Ihren dienstlichen Verpflichtungen kommt sie äußerst sorgfältig nach.“ Diese Tatsache habe sich wie ein roter Faden durch ihre  gesamte Laufbahn gezogen. Reinhart Baumgratz, damals Schulleiter an der Friedensbergschule, hatte ergänzt: „Das Ziel des Denkens von Frau Spohn-Jakob ist immer der pädagogische Nutzen des einzelnen Kindes.“ Dies war für sie auch die Motivation, sich der Montessori-Pädagogik zu widmen und sie anzuwenden.

Bürgermeister Frank Zimmermann bedankte sich bei Dagmar Spohn-Jakob für die gute Zusammenarbeit. Er hatte für sie drei Geschenke: einen Liegestuhl mit Stadtwappen, ein Handtuch mit Stadtwappen  und einen Kerzenständer aus Holz, von einem Künstler aus dem Schwäbischen Wald eigens für diesen Anlass geschaffen.

Im Namen der Gaildorfer Schulleiterinnen verabschiedete Michaela Staleker ihre Kollegin. Sie hatte die Geschichte „Von einem Adler, der nicht fliegen wollte“ mitgebracht, in der sie einige Parallelen zu Dagmar Spohn-Jakob entdeckt hatte und diese nun von der Geschichte auf die Kollegin übertrug. Lobende Worte gab es auch vom Elternvertreter der Peter-Härtling-Schule, Martin Mack. Monika Guggemos verabschiedete die Rektorin für den Förderverein „Lernen Fördern“. Stellvertretend fürs Kollegium sprach Karin Schöntag. Sie wies auf das gute Klima im Kollegium hin, Dagmar Spohn-Jakob erwies sich dabei oft als ruhender Pol. Mit ihrem „komm jetzt erst einmal runter“ entschärfte sie manche Situation. Von den Kolleginnen und Kollegen gab es eine „Abschlusstüte“ mit nützlichen Ruhestandsartikeln und ein eigens komponiertes Lied, den „Dagmar-Blues“, den der Kollegenchor vortrug.

Am Ende der Grußworte kam die Gruppe zu Wort, für die Spohn-Jakob immer da war: ihre Schülerinnen und Schüler. Schülersprecher Jannik Rau zitierte ein Gedicht von Peter Härtling und dankte ihr dafür, dass die Schulleiterin „immer ein offenes Ohr und Zeit“ hatte.

Das Schlusswort hatte Dagmar Spohn-Jakob. Sie dankte allen, die etwas zu dieser Feier beigetragen hatten. Sie gehe nun beruhigt in den Ruhestand, weil eine Nachfolgerin für sie gefunden werden konnte, auch wenn der Name noch nicht bekanntgegeben wurde. Sie hoffe, dass es mit der Schule weitergeht, obgleich  die Schülerzahl von 70 auf derzeit 22 gesunken ist.

Norbert Glashagen hatte mit seinen Schülerinnen und Schüler zwei musikalische Stücke einstudiert, Kimberly Schmid spielte zusammen mit Magdalene Schick auf der Flöte die Europahymne. Nach dem offiziellen Teil hatte das „Tischlein-deck-Dich“-Team der Landfrauen  ein Buffet vorbereitet.

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