Viele Gäste, ein volles Haus und jede Menge Hüttenglanz sorgten für eine gelungene Limpurger Fasnet, die in diesem Jahr unter dem Motto "Hüttengaudi". Sie wurde zu einer gelungenen Hüttenparty. Das Moderatorenteam Martina Haßler und Reinhold Haring begrüßte zur Eröffnung die Garden, danach reihte sich ein Höhepunkt an den anderen, umrahmt von flotten Sprüchen, präsentiert mit viel Charme und Witz.

Das Trio der Tanzmariechen beeindruckte mit ihren Choreographien und gelungenen Sprüngen, ehe die "Geistreichen" alle närrischen Gäste mit ihrer Gesangs-Medley-Show zu einem musikalischen Ausflug einluden. Dem Motto Hüttengaudi angepasst präsentierten sich die Bambinis der Gaildorfer Schlossgarde in ihrem Heidi-Outfit. Zu überzeugen wussten auch die Schlosselfen, als auch die Schlossfalken und die Schlossgarde mit ihren Gardetänzen. Sie verzauberten das Publikum nach allen Regeln der Kunst und wurden mit tosendem Beifall belohnt.

Aber was wäre eine Fasnet, wenn nicht so mancher flotte Spruch den Gästen die Tränen in die Augen treibt. Eine Aufgabe, die das Moderatorenteam Martina und Reinhold nur allzu gerne und in scheinbar spielerischer Manier übernahmen. Allerdings ließen sie es sich auch nicht nehmen, einige Gäste ganz persönlich zu begrüßen. Zu dieser Ehre kam unter anderem der Beigeordnete Frank Zimmermann, der - so jedenfalls Moderator Reinhold Haring - schließlich aus verschiedenen Gründen nach Gaildorf gekommen sei. Frank Zimmermann stamme aus Murr, wo Aldi zuhause ist. Und dort sei man im festen Glauben, das Deutschland aus zwei Bundesländern besteht: Aldi Süd und Aldi Nord. So habe er sich wohl auf den Weg gemacht, die große Welt zu entdecken und sei in Gaildorf gelandet. Scheinbar aber hatte Haring die Rechnung ohne seine "Co" Martina Haßler gemacht. Diese wollte ihn auf die Ostalb abwerben. Getreu dem Motto: Nach Gaildorf kommen, eine Frau kennenlernen und dann Oberbürgermeister in einer anderen Stadt werden. Ein Glück für die Gaildorfer: Zimmermann schlug das Angebot aus!

Kesse Sprüche am laufenden Band sowie tolle Show- und Tanzauftritte legten wahrlich einen Hüttenglanz über diese Hüttengaudi. Während der VfL Altenmünster ihren Fußballstammtisch nach Gaildorf legten und bei so manch hitziger Diskussion die Lachtränen in die Augen trieben, präsentierte die Volkstanzgruppe der Landjugend Oberrot wie modernes Reisen heute geht.

Dass die Gaildorfer Garden mit den Kölnern mithalten können, versicherte ein besonderer Fachmann. Das Kölscher Fässchen vom Freibad auf dem Kieselberg - so stellte er sich selbst vor. Sei bürgerliche Namen: Christian Runkel. Er war eigens zur Hüttengaudi angereist und gab den Gaildorfern Einblicke in die lustigen Traditionen der Kölner Fasnet. Nur zuhören, ist nicht - selbst ist der Mann . . . So wurde kurzerhand Partylaune selbst gemacht und der ganze Saal stimmte mit ein.

Noch eine weitere Gaudi hatte das Faschingskomitee geplant - eine Runde Freibier, solange der Vorrat reicht. Anstechen musste das Fass der Beigeordnete Frank Zimmermann. Der offenbarte dabei aber einen Trainingsrückstand. Der Anstich klappte nicht auf Anhieb. Der Beigeordnete kam kaum zur Ruhe: Beim Schrotsägewettbewerb zeigte er zusammen mit Moderatorin Martina Haßler dann aber sein Können. Danach folgten noch Showeinlagen der L.A.-Truppe, der Kolpingfamilie und der Garden ehe mit dem Auszug der Akteure der offizielle Teil beendet und die " Party Hüttengaudi" eröffnet war. Zum Sounds der Showband "One Night Stand" wurde noch lange getanzt, während sich die Nachwuchsnarren mit DJ Uwe und Johnny auf der für sie organisierten Kinderhüttengaudi amüsieren konnten. So wurde die Limpurger Fasnet 2013 wieder zu einer gelungenen Faschingsparty . . .