Unterrot Hotel der etwas anderen Art

BRIGITTE HOFMANN 20.08.2014
20 Kinder waren angemeldet, 25 sind gekommen. Aber zum Glück spielte das Wetter mit, und es gab ja viel zu tun beim "Open-Air-Aktionstag" auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Unterrot.

"Wer will am Insektenhotel mitbauen, wer ein Ohrenzwickerhotel basteln, wer malen und wer spielen?" Dagmar Zillert hat die Sache im Griff. Rasch sind die Kinder auf vier Gruppen verteilt und dann stürmt die Rasselbande auch schon los. Wer sich zuerst austoben muss, der spielt "Wikingerschach", auch Bauernkegeln genannt.

Der samtweiche Rasen des weiträumigen OGV-Geländes bietet sich für die imaginäre Schlacht mit Holzklötzen und Stäben bestens an. Torben, Luca und alle anderen Jungs sind begeistert. Carolin und Alina haben ein wachsames Auge darauf, dass alles mit rechten Dingen zugeht und niemand zu Schaden kommt.

Die meisten Mädchen zieht es an den Tisch, wo aus bemalten Tontöpfen und Tonpapier lustige Fallen für Ohrenzwicker entstehen. Dass manche Jungs Malkünstler sind, das zeigt sich an anderer Stelle. Ruckzuck zaubern sie auf weiße Sonnenschilder bunte Figuren. Jonas ist als Erster fertig.

Die Hauptattraktion aber ist der Bau eines riesengroßen Insektenhotels. Bauherrin Dagmar Zillert präsentiert die Pläne für die etwa 1,60 Meter breite, 1,80 Meter hohe und 80 Zentimeter tiefe Konstruktion. Steine, Holz, Holzwolle, Schilf, Kiefernzapfen, Moos und weitere Naturmaterialien hat sie herangeschafft. Dazu Draht und einen Klammerapparat, um ihn anzuheften. Schließlich muss das Bauwerk perfekt sein, die künftigen Hotelgäste sollen schließlich alles zu ihrer Zufriedenheit vorfinden und sich darin wohlfühlen.

Werner Altvater, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, übernimmt die groben Arbeiten, und Peter Furkert schaufelt Erde aufs Dach, das schön begrünt werden soll. Derweil schnipfeln Hannah und Annelie-Sophie mit Hingabe die Schilfrohre in kurze Stücke. Heiß begehrt aber ist die Arbeit mit den Bohrmaschinen.

Dominik beaufsichtigt den Arbeitsplatz, klemmt die Hölzer in den Spannbock und gibt Anweisungen, wie und wo die Löcher zu bohren sind. "Nicht spazieren gucken", funkt die Bauherrin schon mal dazwischen.

Der Bau des Insektenhotels ist ein nachmittagfüllendes Programm - spannend, unterhaltsam und lehrreich zugleich.