So ein Jubiläum kommt nicht ohne Rückblick aus. Was bei anderen Veranstaltungen zu einer langatmigen Aufzählung von Jahreszahlen und Ereignissen führt, wird durch die Ideen der Fest-AG zu einer amüsanten und kurzweiligen Show. Kurz und knackig fallen die Grußworte aus: Den Anfang macht der Ehrenvorsitzende Wilfried Stoll, der vor 50 Jahren als junger Mann eines der 25 Gründungsmitglieder und ab November 1969 Kassier und Schriftführer war. Alle Ämter hat er durchlaufen, bevor er viele Jahre Vorsitzender war, wie seine Nachfolgerin Elke Kugler betont.

„Der Zusammenhalt stimmt in Honkling, da stehen wir drauf“, stellt Stoll fest und bekommt dafür ordentlichen Applaus im vollen 25 mal 50 Meter großen Festzelt. Bis jetzt hat der Verein es geschafft, über drei Generationen das Wir-Gefühl zu fördern. Riesig gefreut hat sich der frühere Unterroter Bürgermeister Werner Grau über die Einladung zum Festakt, wie er freimütig äußert. „Das waren unvergessliche Jahre in Unterrot für mich“, bekennt er. Honkling gehörte vor der Gemeindereform zur Gemeinde Unterrot. Grau würdigt die Leistung der Dorfgemeinschaft: „Es verdient großen Applaus, was Sie hier geschafft haben“, so Grau.

Erstes Fest fand noch vor der Vereinsgründung statt

Wilfried Stoll erinnert daran, dass Grau es mit einem ordentlichen Zuschuss der Gemeinde dafür ermöglicht hat, dass das erste Gartenfest noch vor der Vereinsgründung stattfinden konnte. In lederner Kniebundhose und dunkelroter Weste über dem weißen Trachtenhemd lobt Gschwends Bürgermeister Christoph Hald den Verein. „Sie sorgen für eine starke Vielfalt in unserer Gemeinde und können stolz auf Ihre Aktivitäten sein. Mit dem Fest der Feste“, wie er das Sommerfest nennt, „haben Sie Honkling weit über die Grenzen der Gemeinde Gschwend bekannt gemacht“, unterstreicht er und kündigt eine Spende über 200 Euro an den Verein an. Tobias Börret, den alle nur „Heiner“ nennen, eröffnete den Rückblick auf die 50 Jahre Vereinsgeschichte mit einer Szene, in der Mitglieder des Honklinger Männerballets die ve- reinsgründende Stammtischrunde nachspielen.

Blaufelden

Zum Jubiläum gibt’s ein Spezialbier

Am 23. Mai 1969 war es dann soweit und sie hoben den Verein aus der Taufe. Sieben Gründungsmitglieder, unter ihnen auch Karl Schuh, der inzwischen Älteste, sind am Freitagabend im Festzelt und werden von Elke Kugler geehrt. Mit einer kurzen Fußballeinlage auf der Bühne erinnern die Ballettmänner an die Anfänge des Pokalturniers für Feuerwehrteams, das seit 1991 als Turnier für Hobbymannschaften weiterläuft. „Bei uns machen immer genug Mannschaften mit. Einen Aufstand der Jugend hat 2002 der Beschluss des Vorstands hervorgerufen, das Sommerfest aus wirtschaftlichen Gründen sterben zu lassen. Als die jungen Leute zusagen, sich stärker einzubringen, kann das Sommerfest doch stattfinden und der Erlös steigt wieder stetig an.

Hoflieferant des Vereins ist die Lammbrauerei aus Untergröningen. Sie hat nicht nur extra für das Jubiläum ein Spezialbier gebraut, von dem sie 70 Liter als Freibier ausschenkt, sondern erfreut auch mit einer tänzerischen Darstellung des Reinheitsgebots das Auge des altersgemischten Publikums. Gekonnt mit drei präzisen Schlägen zapft Gschwends Bürgermeister das Fass mit dem Festbier an. Den Besuchern scheint das süffige, etwas dunklere Bier zu munden, denn das Fass ist schnell leer.

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