Schön, dass es den Markt endlich wieder gibt!“ Christa und Martin Daiß aus Gschwend waren sichtlich zufrieden, dass der kleine und feine Bauernmarkt in Mittelbronn – der durch die Corona-Pandemie blockiert war – am vergangenen Samstag wieder stattfinden durfte. Damit dürften sie den gekommenen Marktbesuchern und Standbetreibern sicherlich aus dem Herzen gesprochen haben.

Beliebter Treffpunkt verwaist

Allerdings war der Markt anders als noch im vergangenen Jahr: Wo sonst ein Stand für Backwaren und Käsespezialitäten steht, war diesmal ein Schild installiert, welches das Fehlen mit den Auflagen der Corona-Krise erklärt. Auch das Dorfhaus der Mittelbronner, sonst ein belebter Treffpunkt zum Kaffeetrinken oder für den Frühschoppen, war wegen der momentan geltenden gesetzlichen Auflagen verwaist.

Schwäbisch-Fränkischer Wald Faszination Forstwirtschaft

Gschwend

Das Fehlen langjähriger Marktbeschicker wurde durch neue Angebote etwas ausgeglichen. Dieter Ziesel aus Lorch war mit seinen italienischen Wurstspezialitäten erstmals in Mittelbronn vertreten und ließ dafür den Markt in Waiblingen sausen. Neben Lebensmitteln aus der näheren Umgebung gab es beim Mittelbronner Markt ein ergänzendes Angebot an vielerlei Waren.
Erstmals auf dem Markt war Jens Weimer. Für ihn war der      Bauernmarkt ein Heimspiel in zweierlei Hinsicht. Er selbst stammt aus Mittelbronn, ebenso das Rohmaterial für die angeboten Kuchen- und Vesperteller, welches aus alten Bäumen der näheren Umgebung stammt. An anderen Verkaufsständen gab es schöne Dekorations-Utensilien, Weidenkörbe, Kosmetikartikel aus Bienenprodukten, Blumen- sträuße, Stofftaschen und vieles mehr. Für die Marktbesucher sicherlich eine schöne Ergänzung. Einzig die Dorfgemeinschaft Mittelbronn geht momentan leer aus: Die Marktbeschicker müssen traditionell keine Standgebühren bezahlen, und das Gemeinschaftshaus kann für den geselligen Teil des Markts nicht geöffnet werden. Damit fehlen der Dorfgemeinschaft, wie vielen anderen Vereinen auch, zurzeit wichtige Einnahmen.