Über 500 Christinnen und Christen aus dem Dekanat Gaildorf versammelten sich am vergangenen Sonntag zum Kirchenbezirkstag in Gschwend. Der Gottesdienst bildete den Auftakt der Zeltkirche, die im Auftrag der Landeskirche zwei Wochen lang in Gschwend gastiert. Die Zeltkirchenaktion steht unter dem Motto „Mittendrin“.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Bläserinnen und Bläsern der Posaunenchöre aus dem Bezirk unter Leitung von Christa Brenner. Außerdem trugen Chorsängerinnen und -sänger aus dem Dekanat unter Leitung von Bezirkskantor Martin Schlotz mehrere Stücke vor und unterstützten den Gesang der Gemeinde. Der Gaildorfer Kirchenmusiker hatte sogar ein eigenes Lied zum Motto des Gottesdienstes komponiert. Als Moderator führte Kirchengemeinderat Manfred Zurawski aus Gschwend auf sympathische Weise durch die Feier. Dekan Uwe Altenmüller war für die Liturgie zuständig.

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Gaildorf

Auf dem Weg zur Mitte

Als Hinführung zum Thema trugen Pfarrer Jochen Baumann und zwei Mitarbeiterinnen ein humorvolles Anspiel vor. Dabei wurde klar, dass es gar nicht so einfach ist, die Mitte zu finden, sei es bei einem schlichten Kreis – und erst recht im Leben.

Vor der Predigt zogen dann die Kinder zusammen mit Pfarrerin Ursula Braxmaier in die Festhalle. Dort erwarteten sie kindgerechte Lieder und ein spannend dargebotenes Theaterstück zum Gleichnis vom verlorenen Sohn. Das führte die Gruppe der engagierten Gschwender Kinderkirchmitarbeiterinnen auf.

Für die Erwachsenen hielt Zeltkirchenpfarrer Thomas Wingert die Ansprache. Er stellte den Zuhörern unter anderem die Frage: „Haben Sie schon eine Mitte, für die es sich zu leben lohnt?“ Er verglich das Leben mit einem Schiff und die Gottesdienstbesucher konnten Papierschiffchen falten und nach vorne bringen. „Wo Jesus die Mitte ist, gehen Träume und Sehnsüchte in Erfüllung, leben wir in Gemeinschaft“, schloss Wingert und rief dazu auf, miteinander im Leben unterwegs zu Jesus hin zu sein. Im Anschluss gab es eine Mitmachaktion. Entsprechend dem Plakatmotiv waren die Gäste eingeladen, ein „Menschenkreuz“ zu bilden und mit bunten Blättern die Vielfalt der Gemeinde Jesu zu verbildlichen. Matthias Rebel fotografierte das Ergebnis mit einer Drohne von oben.

Nach der Aktion wurde im Zelt und im Freien ein schmackhaftes Mittagessen angeboten. Dabei kamen auch Vegetarier und Veganer nicht zu kurz. Gemeindeglieder aus den Bezirksgemeinden managten die Essensausgabe. Mittagessen und Getränke waren kostenlos. Wer wollte, konnte sich freilich mit einer Spende revanchieren.

An diversen Ständen konnte man sich auch über Angebote aus dem Bezirk und aus Gschwend informieren. Der Imkerverein Frickenhofer Höhe lud Kinder zum Basteln ein, die Diakonie und die Sprachhilfe informierten über ihre Arbeit und an einem weiteren Stand ging es um den Klimaschutz. Beim Evangelischen Jugendwerk konnten Kinder und Jugendliche Insektenhotels bauen und an weiteren spannenden Aktionen teilnehmen.

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Info


Die Zeltkirche findet bis zum 14. Juli statt. Informieren kann man sich im Internet unter der Adresse www.mittendrin2019.de.