Frickenhofen / Rainer Kollmer  Uhr
Seit wenigen Tagen wird am ersten Sanierungsabschnitt der L 1080 zwischen Frickenhofen und Eschach gearbeitet. Vertreter des Baureferats Ellwangen waren jetzt vor Ort.

Wir sind sehr dankbar, dass wir heute hier stehen können“, unterstreicht Walter Hees von der Bürgerinitiative die Bedeutung des angesetzten Termins am Ortsausgang von Frickenhofen mit Blick auf die Baustelle der L 1080 in Richtung Mittelbronn. Am 9. Mai 2018 wurde erstmals dazu aufgerufen, sich an einer Bürgerinitiative zu beteiligen. Inzwischen hat die Sanierung in mehreren Bauabschnitten bis Eschach begonnen. Außerdem gibt es eine verbindliche Zusage, dass das Teilstück zwischen Frickenhofen und Rotenhar 2021 ausgebaut wird.

Im Beisein von Baudirektor Heiko Engelhard vom Baureferat der Außenstelle Ellwangen des Regierungspräsidiums Stuttgart und von Sachgebietsleiter Erhaltung, Marcel Haderer, können zahlreiche Detailfragen mit den Vertretern der Bürgerinitiative geklärt werden.

Die Bürgermeister Christoph Hald aus Gschwend und Jochen König aus Eschach begrüßen die Baumaßnahme. „Es ist eine fantastische Geschichte, dass wir jetzt einen Teilerfolg haben. Mit Ausbau wäre uns das natürlich lieber gewesen“, schränkt König ein. „Ich freue mich, dass ich eine Bürgerinitiative habe, die für und nicht gegen etwas ist“, lobt der Gschwender Bürgermeister den raschen Erfolg.

Die Landesstraße 1080 zwischen Frickenhofen und Eschach wird ab dem 6. Mai saniert.

Im Landesprogramm 2017 bis 2020 sei die Sanierung der Straße enthalten gewesen, erinnert Heiko Engelhard. „Eine Erhaltungsmaßnahme in diesem Umfang ist zwar groß, aber wir hatten relativ wenig Beteiligte“, begründet der Baudirektor das zügige Vorgehen im Fall der L 1080. Das Land habe aber ausdrücklich entschieden, zunächst nur eine Sanierung von 5,8 Kilometern vorzunehmen, um finanziell überschaubare Standards einzuhalten.

Große Probleme wird auch weiterhin die Fahrbahnbreite machen, die den bisherigen Rahmen nicht überschreiten wird. Marcel Haderer stellt die vorgesehene Behelfslösung vor, die für breite Fahrzeuge auf beiden Seiten eine Ausweichmöglichkeit von jeweils 40 Zentimetern bieten soll.

Stabil und kostengünstig

In einem Pilotverfahren soll links und rechts des Asphaltbelags in gleicher Höhe eine hydraulisch gebundene Tragschicht als befestigtes Bankett hinzugefügt werden. Mithilfe des zementhaltigen Bodenstabilisierungsmittels Novocrete hofft das Baureferat eine stabile und kostengünstige Bankett-Lösung zu erhalten, die bereits im Landkreis Ravensburg erprobt ist.

Beim Ausbau der L 1080 zwischen Frickenhofen und Eschach drängt die Bürgerinitiative auf eine Verbreiterung.

„Wenn man drüberfährt, sieht das aus wie so eine Art Betonfläche“, beschreibt Haderer die Baumaßnahme. Bürgermeister Hald zeigt sich dennoch skeptisch: „Ich glaub’s aber erst, wenn es die Langzeitfunktion hergegeben hat.“ Zwar werden die Straßenränder eine Randmarkierung erhalten, das Aufbringen eines Mittelstreifens sei jedoch wegen der zu geringen Straßenbreite von etwa 5,20 Metern nicht möglich, erläutert Heiko Engelhard.

Die einzelnen Bauabschnitte zwischen Frickenhofen und Eschach sollen bis Ende Juli 2019 fertiggestellt sein. Über diesen Zeitraum bleibt auch die großräumige Umleitungsstrecke erhalten. Die Baufirma wird die zeitliche Abfolge der Abschnitte mit den Gemeinden kommunizieren, sodass auch die betroffenen Anwohner über die jeweilige Nutzungssituation in den Gemeindeblättern informiert werden können.

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