Für die Bürgerinitiative L 1080 stellt das kommende Vorhaben die Zielgerade dar. Um auf sie einbiegen zu können, braucht es wegen der besonderen topografischen Situation und der damit verbundenen Straßenführung vorab wichtige Weichenstellungen.

Denn neben der engen Fahrstraße mit einer Breite von nur 5,20 Metern und einer längeren Gefällstrecke gibt es entlang des etwa zwei Kilometer langen Straßenstücks keinerlei Geh- oder Radweg. Für Fußgänger und Radfahrer ist es ein gefährliches Abenteuer, sich neben Langholzfahrzeugen oder einem Landmaschinengespann mit etwa 14 Metern Länge und 2,80 Metern Breite am linken Straßenrand zu bewegen.
Oft bleibt nur ein kühner Sprung in den Straßengraben, um nicht von einem vorbeifahrenden Sattelschlepper oder Pkw erfasst zu werden. Hinzu kommt, dass es auf diesem Straßenstück kein spezifisches Tempolimit gibt. Dort gilt die Straßenverkehrsordnung, die außerhalb geschlossener Ortschaften für Autos und andere Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erlaubt. Nur die zahlreichen Kurven bei welliger Fahrbahn und die Unübersichtlichkeit sorgen dafür, dass dieses Limit nicht so leicht erreicht werden kann.

Für Fußgänger bedrohlich

Die Bürgerinitiative ist deshalb der Ansicht, dass beim geplanten Ausbau der Straße auch ein separat geführter Fuß- und Radweg vorgesehen werden muss, der dann eine durchgehende Strecke von Dinglesmad bis Mittelbronn ergeben würde. Dabei müsse lediglich der Abschnitt zwischen Rotenhar und dem Hohentannen-Parkplatz berücksichtigt werden. Von dort bis hinein nach Frickenhofen ist bereits ein Wirtschaftsweg vorhanden.
Für Gabriele und Heinz Eschenhagen, zünftig mit Wanderstöcken und Sicherheitswesten ausgestattet, war selbst der vorsorglich abgesicherte Demonstrationstermin der Bürgerinitiative vor Ort am Dienstagvormittag nicht ungefährlich. Die Dreifach-Begegnung der Fußgänger mit dem Landmaschinen­gespann von Reinhard Glasl aus Spraitbach und dem Pritschen-­Lastwagen von Gerhard Hees aus Frickenhofen machte schnell deutlich, dass es für Fußgänger und Radfahrer in solchen Fällen extrem bedrohlich werden kann, zumal die Straße als Zubringer in Richtung Aalen stark befahren ist.
Daniel Köger vom TSV Sulzbach-Laufen Vom „Minusfußballer“ zur Identifikationsfigur

Sulzbach-Laufen

Infotermin geplant

Bereits jetzt wurde mit Baudirektor Heiko Engelhard vom Baureferat der Außenstelle Ellwangen des Regierungspräsidiums Stuttgart ein erster Informationstermin am 28. September um 19 Uhr vereinbart. Sollte das Friedrich-von-Schmidt-Haus in Frickenhofen den gegenwärtigen Sicherheitsanforderungen nicht genügen, könnte die Bürgerinitiative auf andere Räumlichkeiten ausweichen, wie Walter Hees von der Initiative hofft.

Initiative bleibt am Ball


Seit Ende 2018 macht sich die Bürgerinitiative L 1080 für die Sanierung verschiedener maroder Strecken auf der Frickenhofer Höhe stark. Ins Leben gerufen wurde sie vom früheren Verwaltungsdirektor des Stauferklinikums, Walter Hees, nachdem dieser in den Ruhestand eingetreten war. Das Engagement der Initiative trug schnell Früchte: Der sanierte Abschnitt der Landesstraße zwischen Frickenhofen und Eschach konnte bereits am 16. September 2019 eröffnet werden. Hees erklärte bei den Feierlichkeiten als Sprecher der Bürgerinitiative, dass das Engagement auch 2020 bestehen bleibt. Es geht um den Ausbau der Strecke zwischen Frickenhofen und Rotenhar, die sich seit Jahrzehnten in einem sehr schlechten Zustand befindet. Sowohl Verkehrsminister Winfried Hermann als auch Regierungspräsident Wolfgang Reimer hatten den Ausbau seinerzeit zugesagt.