Die Gemeinden Oberrot und Fichtenberg betreiben die Werkrealschule in einem Schulverbund. Die Klassen fünf und sechs sind in Oberrot angesiedelt, während die Schülerinnen und Schüler vom siebten bis zum neunten Schuljahr in Fichtenberg zur Schule gehen. Die Schulentlassfeiern finden abwechselnd in Fichtenberg und Oberrot statt. In diesem Jahr feierten 19 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Familien und Lehrern ihren Schulabschluss in der Oberroter Kultur- und Festhalle. Durch den Abend führten souverän Lisa-Marie Fehlau und Alina Dix.

Zu Beginn präsentierte Klassenlehrer Christian Müller eine Diashow mit Fotos der Abgänger aus den zurückliegenden Jahren. Danach gestalteten die Neuntklässler das Programm. Beim „Cup-Song“ produzierten sie den Rhythmus zu einem eingespielten Lied, indem sie mit den Händen klatschten und mit bunten Bechern auf den Tisch klopften, die sie dabei geschickt weiterreichten. Auch die Bürgermeister Daniel Bullinger und Roland Miola durften ihr Geschick demonstrieren.

Die Abschlussschülerinnen und -schüler führten auch einen Tanz auf, bei dem die Jungs in Bikinis auftraten. Außerdem veranstalteten sie mit den Lehrern ein Quizspiel, bei dem deren Wissen über ihre Schützlinge auf eine harte Probe gestellt wurde. In der Pause sorgten die Achtklässler und ihre Eltern  für das leibliche Wohl.

Daniel Bullinger, gastgebender Bürgermeister, zeigte sich erfreut, dass alle 19 Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss erfolgreich geschafft haben. 14 wollen weiter die Schulbank drücken; fünf beginnen eine Ausbildung. Mit Blick auf den weiteren Lebensweg der Jugendlichen meinte Bullinger: “Es wird dabei immer Höhen und Tiefen geben. Ihr könnt euch das so vorstellen wie bei der Tour de France, die gestern durch unsere Partnergemeinde Zweisimmen ging.“ Bullinger wünschte den Jungs und Mädchen, dass sie bei der Tour ihres Lebens stets das gepunktete Trikot des besten Bergfahrers überstreifen können – ein entsprechendes Trikot hatte er dabei.

Alexandra Sturm, Vorsitzende des Elternbeirats, orientierte sich bei ihrer Rede an John F. Kennedy, der einmal gesagt hatte: “Eine gute Rede ist wie ein Bikini – knapp genug, um spannend zu sein, aber alle wesentlichen Stellen abdeckend.“ Sie lobte den unermüdlichen Einsatz der Lehrer und freute sich über das breite Spektrum an Berufswünschen, warb aber auch eindringlich für Handwerksberufe.

Die Klassensprecher Anna Neumann und David Lamprecht würdigten ihre Lehrerinnen und Lehrer mit freundlichen Worten und einem guten Schuss Humor. Richard Hänle, scheidender kommissarischer Schulleiter, verglich die Arbeit eines Lehrers mit der des Gärtners. Es sei nicht immer einfach, das Unkraut in Grenzen zu halten. Man müsse stets gießen, düngen, umtopfen. Das Lehrerkollegium trage wesentlichen Anteil daran, dass die Pflanzen regelrecht aufgeblüht seien.

Das beste Ergebnis an der Fichtenberger Schule bei der diesjährigen Abschlussprüfung teilen sich zur Freude Hänles gleich drei Jugendliche mit der Note 2,0: Alina Dix, Lisa-Marie Fehlau und Tim Stoll.

Nach der Zeugnisübergabe trat die Schulband mit beeindruckenden Darbietungen auf. Zum Schluss klang der Abend mit einem stimmungsvollen Song aus, den die Band und alle Schulabgänger gemeinsam sangen.