Folge sieben des Gerümpelbasars der Dorfgemeinschaft Frickenhofen war der Renner. Vor dem Stöbern in einem überquellenden Angebot aus Brauchbarem und „Kruschd“ stand die Orientierung. Die begann bereits mit der Parkplatzsuche für den fahrbaren Untersatz. Schon kurz nach der Eröffnung des Basars am Sonntagvormittag gab es rund um die Gschwender Gemeindehalle kaum Stellflächen mehr. Vom Ortsende in Richtung Mittelbronn säumten Fahrzeuge die Straße.

Danach ging die Suche nach verwendbaren Objekten weiter. Die stapelten sich auf und unter langen Tischreihen in der Halle. Selbst die Bühne reichte nicht aus, um das riesige Angebot auszustellen. Zusätzlich hatte die Dorfgemeinschaft vor der Halle Zelte aufgestellt. Die Besucher zeigten sich überwältigt. Sie schoben sich durch die Gänge und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Konkrete Vorstellungen würden den Blick für die wahren Schätze trüben. Das Erlebnis bestünde im Finden, lauteten die Kommentare einiger Käufer.

Gerümpelbasar in Frickenhofen Großer Gerümpelbasar der Dorfgemeinschaft Frickenhofen

Die schleppten Antiquitäten, die zumindest auf den ersten Blick einen kostbaren Eindruck machten, Geschirr, Haushaltswaren oder Elektroartikel aus der Basarhalle. Sie freuten sich über eine Tischlampe im Jugendstil, Bierseidel jedweder Größe oder fanden Gefallen an einem Schaukelpferd, an dem die Zeit deutliche Spuren hinterlassen hatte. Besondere Anziehungskraft ging von einem Zelt vor der Halle aus, in dem Dekoartikel zum Schnäppchenpreis zu erwerben waren. Alles, was in eine Tüte geht, für zwei Euro. Da wurde auch schon mal für Weihnachten vorgesorgt.

Kunst für die Verwandtschaft

Ein Blumenständer mit Bauernmalerei und geschnitzte Figuren wären geeignete Mitbringsel für die Verwandtschaft in Masuren, lachte ein Schnäppchenjäger, als er seine Errungenschaften im Auto verstaute. Für viele Besucher aus dem Kocher-, Rot- und Remstal, aus dem Welzheimer Wald und weit darüber hinaus war der Basar ein Schatzkästlein. Einige fanden sich im Kaufrausch wieder. An die Vorstellung, dass die schönen Dinge nicht ganz zur eigenen Wohnungseinrichtung passen, wollten sie gar nicht denken. Das Problem wäre leicht zu lösen: „Dann bringen wir die Sachen zum nächsten Gerümpelbasar in Frickenhofen und kaufen neues Gebrauchtes!“

Die Helfer der Dorfgemeinschaft waren an den Tischen und Ständen sehr in Anspruch genommen. Zwischen Auskünften und Preishandel – der war Pflicht – blieb jedoch immer noch Zeit für ein kleines Schwätzle. Den immensen Aufwand zur Vorbereitung des Gerümpelbasars hatte Janine Hörmann am Sonntag abgehakt. Ihre Sorge galt bereits der Frage: Wohin mit den Sachen, die übrig bleiben? In Kartons gepackt und zum Pauschalpreis angeboten, sollten sie noch Interessenten finden, oder sie gehen an soziale Einrichtungen. Wenn den Helfern etwas gefällt, dürfen auch sie sich bedienen. Was dann noch übrig bleibe, müsse die Dorfgemeinschaft mit entsprechendem Aufwand entsorgen.

Der Erlös aus dem Basar soll für umfassende Projekte, die die Dorfgemeinschaft bereits initiiert hat, und für neue Ideen verwendet werden. Diese Sorgen plagten die Gäste nicht, die entspannt bei Weißwurst, Bier, Kaffee und Kuchen am Rande den Trubel beob­achteten.

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