Murrhardt Geld für „Hausdipfele“ beim Diebach

Murrhardt / swp 11.07.2018
Der Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Schwäbischer Wald hat drei von drei Projekten positiv beschieden. Sie haben ein Investitionsvolumen von über 1,3 Millionen Euro.

Diese Projekte können jetzt weiter auf dem Weg zu einer Förderung über das europäische Förderprogramm zur Unterstützung ländlicher Regionen (Leader) gebracht werden. Die Gemeinde Wüstenrot kann mithilfe der Förderung den Energieerlebnispfad realisieren. Durch dieses Projekt wird Technik mittels digitaler Realitäten sichtbar. Dieses Vorzeigeprojekt ermöglicht es, komplexe technische Anlagen im Bereich erneuerbare Energien allen Altersgruppen anschaulich zu erläutern und diese hinsichtlich möglicher Lösungen zu sensibilisieren. Gleichzeitig werde die Akzeptanz der Digitalisierung gesteigert. „Gemeinden können sehen, welchen Weg Wüstenrot einschlägt und sich inspirieren lassen“, heißt es in der Pressemitteilung der Leader-Geschäftsstelle. Kinder und junge Erwachsene lernen frühzeitig neue Technologien zur Ressourceneffizienz und -einsparung kennen und dies über modernste mediale Aufbereitung. Die Gemeinde beantragt für dieses Projekt einen Zuschuss von 134.520 Euro EU-Fördermitteln.

Ein weiteres „Idipfele“ ist das Projekt „Hausdipfele“. Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Umbau einer ehemaligen landwirtschaftlichen Scheune in Fichtenberg-Diebach zu einem Ferienhaus mit barrierefreien Übernachtungsmöglichkeiten im Erdgeschoss sowie einem Veranstaltungsraum für Feste und Kochveranstaltungen. Dort entsteht ein Ferienhaus mit zehn Übernachtungsmöglichkeiten. Somit soll der Tourismus gestärkt und Gästen mit körperlicher Beeinträchtigung die Erholung im Schwäbischen Wald ermöglicht werden. Die Bauherren beantragten eine Fördersumme von 91.440 Euro EU-Fördermitteln und 60.960 Euro Landesmitteln.

Um dem Mangel an jungen Ärzten entgegenzuwirken, beschloss ein junges Medizinerpaar, eine Arztpraxis in Murrhardt zu übernehmen. Diese Praxis ist in die Jahre gekommen und benötigt in und um die Räume herum bedarfsgerechten Anpassungen, um weiterhin Patientinnen und Patienten in unterschiedlichen Lebenslagen behandeln und um rechtliche Anforderungen weiterhin erfüllen zu können. Zudem sollen die Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden attraktiv gestaltet werden, damit Fachkräfte in der Region gehalten werden können. Das Arztehepaar beantragte eine Fördersumme von 86.164 Euro EU-Mitteln und 57.443 Euro Landesmitteln.

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