Unterrot „Dorfrocker“ drehen Musikvideo in Unterrot

Unterrot / Richard Färber 05.09.2018
Die „Dorfrocker“ gehören in Unterrot quasi zur Familie. Jetzt hat das Kult-Trio aus dem Fränkischen dort mit Kindergartenkindern und Feuerwehrleuten einen Videoclip gedreht.

Eigentlich könnten die Dorf­rocker ja ihren Hauptwohnsitz in Gaildorf anmelden. Seit das Kult-Trio aus Unterfranken im Januar 2014 dem Unterroter Kindergarten einen Besuch abgestattet hatte, war es immer wieder zu Konzerten im Limpurger Land und gehört mittlerweile quasi zur Familie. Im Juli 2016 rockten die Dorfrocker das Jubiläumsfest 925 Jahre Eutendorf und Ottendorf, im November 2017 gaben sie gleich zwei Konzerte für die Oberroter Landjugend, und im Mai waren sie erneut im Unterroter Kindergarten zu Gast und adelten dessen Sommerfest mit einem Open-Air-Konzert.

Hauptrolle für das LF 20

Aber nicht nur die Fans sind verrückt nach der Band – auch die Dorfrocker haben offenbar einen Narren an der Gegend gefressen. Jetzt haben sie einen Videoclip vorgelegt, der komplett in Gaildorf beziehungsweise Unterrot gedreht wurde. In „Feuerwehren“ spielen Unterroter Kinder und Feuerwehrleute mit, es sind Gaildorfer Feuerwehrautos zu bewundern und natürlich auch die Gaildorfer Landschaft. Und zum Singen geht’s auf eine Wiese mit Blick auf den Kirgel. Dort stehen Philipp, Tobias und Markus Thomann vor dem Löschfahrzeug LF 20 und singen „Feuerwehren löschen hier und da und überall …

Dass der Clip als Hymne der Feuerwehren in Unterrot gedreht werden sollte, stand schon früh fest. Allerdings habe es nicht mehr als eine vage Absprache gegeben, erinnert sich Wolfgang Müller, Abteilungsleiter der Unterroter Feuerwehr. Am Tag vor Beginn der Kindergartenferien, erzählt Silke Runstuk, die Leiterin des Unterroter Kindergartens, sei dann der Anruf gekommen: Morgen werde gedreht. Benötigt würden Kinder als Darsteller, Feuerwehrleute und Feuerwehrfahrzeuge, ein Wohnzimmer und weitere Drehorte.

Silke Runstuk war zwar geplättet, aber nicht gelähmt. „Die wollten das halt unbedingt mit uns machen“, sagt sie. Am selben Nachmittag trommelte sie Eltern und Feuerwehrleute zusammen, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Die unabdingbaren Drehgenehmigungen erhielt sie, bereits einigermaßen nervös, abends per E-Mail von der Stadtverwaltung, Bürgermeister Frank Zimmermann wünschte frohes Gelingen. Morgens um acht Uhr stand dann Philipp Thomann von den Dorfrockern mit einem dreiköpfigen Drehteam vor der Tür. Der Rest der Truppe erschien nachmittags, um sich beim Singen filmen zu lassen.

Begeistert von der Feuerwehr

„Feuerwehren“ erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der einen Feuerwehrhelm geschenkt bekommt, den Teddybären eines kleinen Mädchens „rettet“ und sich mehr und mehr für die Feuerwehr begeistert und schließlich, als er erwachsen ist, selbst zum Feuerwehrmann wird. Daniel Ellinger spielt den Jungen und er hat das, sagt Silke Runstuk, so gut gemacht, dass kein Dreh wiederholt werden musste. Lisa Beißwenger spielt seine Freundin, Günther Hägele den Vater und Klaus Daubner den Jungen als Erwachsenen. Gedreht wurde im Unterroter Kindergarten und im Feuerwehrmagazin – und das Wohnzimmer stellte Hilde Dietrich zur Verfügung.

Einen Tag hatten die Dorfrocker zur Verfügung, sie mussten also im Wortsinn „filmen wie die Feuerwehr“. Dass sie das Kindergartenteam, die Eltern und die Feuerwehr mit ihrer Ruck-Zuck-Planung ordentlich aufgemischt haben, merkt man dem Clip nicht an. Sie selber sagen, sie hätten noch nie so kurzfristig und reibungslos gedreht.

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