Gaildorf Gefeiert wird daheim in Gaildorf

Gaildorf / HANS BUCHHOFER 18.07.2013
Vor allem ältere Katholiken werden Pater Klaus Walter noch kennen, den einzigen Gaildorfer, der zum Priester geweiht wurde. Am Sonntag feiert er sein Goldenes Priesterjubiläum in Sankt Josef.

Geboren 1935 in Oberschlesien als Dritter von sieben Söhnen, musste Pater Klaus Walter mit seiner Familie 1945 seine Heimat verlassen und kam im gleichen Jahr noch nach Münster bei Gaildorf. Da der Vater ein Opfer des Krieges geworden war, hatte es die Mutter mit ihren sieben Kindern nicht einfach.

In der katholischen Kirchengemeinde fand die Familie eine neue Heimat. Der damalige Gaildorfer Pfarrer Franz Josef Herz bestärkte Klaus Walter in jungen Jahren in seinem Vorhaben, Priester zu werden. So wurde er am 14. Juli 1963 in Augsburg zum Priester geweiht. Zuvor war Klaus Walter dem Orden der Pallottiner beigetreten. Neben Theologie studierte er noch Philosophie und Soziologie.

Seine Primiz feierte er in Gaildorf am 21. Juli 1963. Das war ein großer Tag in der Gaildorfer Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst und einem bunten Nachmittag in der Festhalle. Von 1971 bis 1985 war Klaus Walter Seelsorger in Augsburg und danach bis 2003 im Bildungs- und Exerzitienhaus in Schmerlenbach bei Aschaffenburg tätig. Seit 2003 wirkt er unermüdlich in der Seelsorgeeinheit Immenstaad-Hagnau-Kippenhausen/Klustern als zweiter Pfarrer, sei es bei Eucharistiefeiern, Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen.

Die Kontakte nach Gaildorf blieben immer lebendig. Hier machte Klaus Walter Urlaub und besuchte seine inzwischen verstorbene Mutter und seine Brüder mit ihren Familien. Nach dem Silbernen Priesterjubiläum, das er 1988 in der Sankt Josefskirche feierte, kehrt er nun als Unruheständler in seine zweite Heimat Gaildorf zurück, um am kommenden Sonntag sein 50-jähriges Priesterjubiläum zu feiern. Mit dabei ist auch der Kirchenchor. Die Kollekte ist für Pater Walter bestimmt, der sie für Belange seines Ordens verwenden wird. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde zu einem Ständerling ein und wünscht ihrem einzigen Priester noch viele Jahre bei bester Gesundheit und vor allem Gottes Segen.