Gschwend Gefeiert und einen Notfall demonstriert

Gschwend / Wolfgang Pfister 18.07.2018
Viele Menschen tragen zum Gelingen des Gschwender Badseefestes bei. Harald Törok und Steffen Altvater von der DLRG sind nur zwei von ihnen.

Die Nachtwache hat ganze Arbeit geleistet. Harry Török und Steffen Altvater sind beim Badseefest ein eingespieltes Team. Sie haben die Biertischgarnituren abgeräumt und allerlei Unrat auf dem Festgelände zusammenkehrt. Die Ablösung kommt am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr, dann werden die Flöße der Seebeleuchtung aus dem Wasser geholt und auf einen Anhänger geladen. Als der Posaunenchor und Pfarrer Jochen Baumann kommen, ist von den Hinterlassenschaften des abendlichen Sommernachtfestes nichts mehr zu sehen.

Katholische und evangelische Gottesdienstbesucher suchen sich ihre Plätze aus, der Posaunenchor beginnt zu spielen, die Kirche im Grünen beginnt. Aus Erbstetten bei Backnang ist der Kirchenchor zu Gast und erfreut die Besucher mit mehreren Liedbeiträgen. Pfarrer Baumann hat seine Predigt auf Worten des Philipperbriefs aufgebaut: „Tut nichts aus Eigennutz oder eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.“ Gemeinschaftliches Handeln, ob in Staat oder Kirche, sei angebracht und auch notwendig und stehe im Einklang mit der biblischen Aussage, so der Pfarrer, welcher mit ironischen Seitenhieben zu Schlagworten wie „America first“ die Gottesdienstbesucher immer wieder zum Schmunzeln bringt. Viele der Gottesdienstbesucher bleiben anschließend zum Mittagessen.

Vom Wasserrettungsdienst der DLRG in Schwäbisch Gmünd ist ein Transporter mit Motorboot auf dem Anhänger vor Ort. Die Fahrzeugbesatzung stellt die Ausrüstung der Fahrzeuge vor und stellt sich den Fragen der Besucher. Nebenan bereitet sich das Jugendeinsatzteam, kurz JET, auf seine erste öffentliche Übung vor. DLRG-Lehrscheininhaber Gerald Luther nimmt das Mikrofon zur Hand und stellt das Konzept vor, Jugendliche in der DLRG möglichst früh an rettungsschwimmerische Aufgaben heranzuführen.

Dann folgen Rettungsdemonstrationen verschiedener Art: Mit dem Gurtretter, mit dem Rettungsbrett oder Boot werden „Verunglückte“ aus dem Badsee geborgen. Die Zuschauer applaudieren dem jungen Team nach den gelungenen Übungen. Inzwischen zeigen sich am Himmel dicke Quellwolken, er färbt sich grau und hellt wieder auf. Vereinzelte Windböen wirbeln Blätter über den Festplatz, Sonnenschirme werden festgehalten, ein paar Regentropfen fallen, aber das war es auch schon.

Dennoch ist vielen Festgästen das Wetter nicht ganz geheuer und der Festplatz leert sich frühzeitig, wobei das Endspiel der Fußball-WM auch eine Rolle gespielt hat. Gegen 20 Uhr haben die DLRG-Leute den Festplatz schon größtenteils abgeräumt und sie freuen sich auf einen gemütlichen Festausklang im Kreis ihrer Kameraden.

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