Für Carola Kronmüller, seit Mitte der neunziger Jahre Kassiererin der Gaildorfer Kulturschmiede, scheint es nur eine Zeitrechnung zu geben: Ist Bluesfest-Jahr oder nicht? Sie legte ihren Bericht vor, nachdem der 1. Vorsitzende Wolfgang Höfer die Jahreshauptversammlung eröffnet und verkündet hatte, dass von Seiten der Mitglieder keine Anträge eingegangen waren.

2018 war zwar kein Bluesfest-, aber ein Jubiläumsjahr.  Ihren 40. feierten die Kulturschmiedler standesgemäß mit exquisiter Musik im Schlosshof. Die größte Einzelveranstaltung des Jahres hat ein mittelkleines Löchlein in der Vereinskasse hinterlassen, das der im Häberlen fühlbaren Entspanntheit jedoch nichts anhaben konnte: am Vorstandstisch waren Zufriedenheitsgesichter in Reinzucht zu beobachten.

26 Veranstaltungen

Der Verein wirtschaftet solide, eher konservativ, und steckte dieses Defizit gut weg. Wenn am Bluesfest kein Hochwasser kommt oder eine Sommerdürre den Bierfluss versiegen lässt, so der Vorstand, werden die kommenden Jahre weiter entspannt verlaufen. Kassenprüfer Peter Balz begutachtete die Bücher, Belege und Konten und konnte keine Beanstandungen finden. Kassiererin und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Der ehrenamtlich geführte Wirtschaftsbetrieb braucht viele Helfer, damit einerseits das Kulturprogramm (Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Kindertheater und Reiseberichte) reibungslos stattfinden kann, und andererseits die Kneipe freitags geöffnet werden kann. Carola Kronmüller dankte den zahlreichen Helfern und den „Kümmerern“.

Gaildorf

Im Rückblick wurden alle 26 Veranstaltungen in einer Bilderpräsentation kurz eingeblendet. 2018 war das Programm abwechslungsreich und bot einige Sahnehäubchen. Ob 2019 ähnlich erfolg- und abwechslungsreich wird, hängt auch vom Bluesfest ab. Ein Ausblick auf das offiziell „beste deutsche Bluesfest“ gab es in einer audiovisuellen Präsentation von Werner Eichele.

Katie Hoßbach ins Vorstandsgremium der Kulturschmiede gewählt

Mit 395 Mitgliedern ist die Kulturschmiede ein ansehnlich gewachsener Verein, der mittlerweile auch von der Stadtverwaltung unterstützt wird, beispielsweise beim Aufbau des Bluesfestes, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Höfer unter Applaus. Die Vereinsführung arbeitet solide, allerdings hat Margie Wörner schon im vergangenen Jahr ihren Rücktritt angekündigt: sie wolle mehr Zeit für sich haben. Die scheidende Vorständin hat aber auch auch schon eine Nachfolgerin für ihren Posten gefunden.  Katie Hoßbach möchte in der Kulturschmiede aktiver werden. Da sich keine anderen Kandidaten meldeten, stand einer offenen Abstimmung nichts im Weg. Katie Hoßbach wurde einstimmig ins Vorstandsgremium der Kulturschmiede gewählt.

Klima und Kultur gehören zusammen, erklärte Martin Zecha, kurz bevor die Versammlung       auseinanderging. Er warb für die Baumpflanzaktion am Kirgel und in Ottendorf. „Kulturschaffende sind auch Klimaschützer“, sagte ein Mitglied. Und wer weiß, vielleicht schließt es sich auch den Baumpflanzern an.

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