Vor 13 Jahren entschied sich die Gaildorfer Stadtverwaltung, den Friedhof in Winzenweiler in seiner damaligen Substanz zu belassen und das Wachstum von Bäumen und Hecken im Auge zu behalten. Inzwischen sind das Gebüsch, das den Friedhof umgibt, und die Bäume derart gewachsen, dass der Ortschaftsrat nun handeln will.

Grabsteine eingewachsen

Zum kürzlichen Ortstermin waren etliche Einwohner gekommen, um gemeinsam mit dem Ortschaftsrat die Weichen für eine Neugestaltung zu stellen. Ortsvorsteher Jürgen Jäckel zählte die Mängel auf, die aber in Winzenweiler hinreichend bekannt sind.

Die Bäume am Eingang der Anlage und auch beim Kriegerdenkmal sind viel zu hoch, haben Faulstellen und können zu einem Sicherheitsrisiko werden. Hinter dem Denkmal ist die Hecke verdorrt. Auf der anderen Seite hat sich das Gestrüpp derart breitgemacht, dass Grabsteine bereits eingewachsen sind.

Der Vorschlag des Ortsvorstehers stieß auf allgemeine Zustimmung: Die Bäume sollen gefällt, die Hecke entfernt werden. In diesem Zusammenhang kann dann der Friedhof zur Landesstraße hin um zehn Meter verlängert werden. Das Kriegerdenkmal samt dem Kreuz kann dann nach oben versetzt, eine Urnenstele errichtet und neue Erdgräber oder ein Kolumbarium geschaffen werden. Ein Pflanzbeet samt einer Bank wird ebenfalls vorgeschlagen.

Wie nun der Friedhof eingefriedet wird, bleibt zunächst offen. Denn das Vorhaben muss zuerst vom Gemeinderat beraten und entschieden werden. Vorschläge zur Einfriedung wurden allerdings schon erörtert. Steffen Reichert stellte mit einer Hainbuch-, einer Liguster- und einer Eibenhecke drei Möglichkeiten vor. Ob schlussendlich eine Mauer oder eine Hecke oder eine Mischung aus Mauer und Hecke den Friedhof umgeben wird, soll im Verlauf der Planung festgelegt werden. Dabei will die Verwaltung die Bürger von Winzenweiler einbeziehen.

Empfehlung an die Stadträte

Jürgen Jäckel bezog übrigens beim Ortstermin alle Eventualitäten in die Vorbereitung ein: Als es plötzlich zu regnen begann, war im Handumdrehen ein Zelt errichtet. Im Trockenen konnte weiter beraten werden, bevor die Sitzung in Eutendorf fortgesetzt wurde. Zuvor wurde aber einstimmig entschieden, dem Gemeinderat zu empfehlen, die Bäume zu fällen, die Hecken zu entfernen und die Neugestaltung des Friedhofs im Haushaltsplan 2020 zu berücksichtigen.

Das könnte dich auch interessieren: