Die Stadt Gaildorf wird gleichberechtigter Partner der Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald. Das hat die Mitgliederversammlung jetzt auf ihrer Jahresabschlussversammlung entschieden. Der Beschluss fiel einstimmig. Die Mitgliedschaft wird zum 1. Januar 2020 gültig. Dann soll auch die von der Mitgliederversammlung beschlossene Namensänderung rechtskräftig werden. Die Fremdenverkehrsgemeinschaft wird künftig unter dem Namen „Schwäbischer Wald tourismus“ firmieren. Die Drucksachen für die Touristikmesse CMT im Januar würden bereits entsprechend gestaltet, so Barbara Schunter, Geschäftsführerin der Fremdenverkehrsgemeinschaft.

Lücke wird geschlossen

Auch die Stadt Gaildorf werde sich am CMT-Gemeinschaftsstand der Fremdenverkehrsgemeinschaft präsentieren können, teilt die Stadtverwaltung mit. „Und wer weiß“, so Bürgermeister Frank Zimmermann, vielleicht komme die nächste Waldfee ja auch bereits aus Gaildorf. Zumindest darf er sie wählen. Denn das ist das Privileg der Mitgliedsbürgermeisterinnen und -bürgermeister: Sie treffen die Entscheidung, wenn alljährlich die Schwäbische Waldfee gekürt wird.

Kindererlebnisfest in Oberrot Neue Waldfee wird gekrönt

Oberrot

Im Jahr 2020 wächst die Fremdenverkehrsgemeinschaft nun auf 20 Mitgliedsgemeinden. Damit erhöht sich auch der Anteil der Mitglieder aus dem Landkreis Schwäbisch Hall auf drei: Oberrot und Mainhardt sind dem Verband bereits beigetreten; durch den Beitritt Gaildorfs werde nun eine Lücke geschlossen, so Zimmermann. Das Limpurger Land ist außerdem durch die Gemeinde Gschwend in der Fremdenverkehrsgemeinschaft präsent.

Gaildorf sieht weniger Potential in „Schwäbisch Hall + Hohenlohe“

Die Stadt Gaildorf ist und bleibt zudem Mitglied von „Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus“, die ihre Aktivitäten allerdings eher in Richtung Heilbronn konzentriert. Man sehe darin weniger Potenzial hieß es, als das Beitrittsgesuch im Gaildorfer Gemeinderat diskutiert und schließlich beschlossen wurde. Die Mitgliedschaft kostet die Stadt jährlich 17.700 Euro.

Der Landschaftsraum des Limpurger Landes habe sich schon immer in Richtung der Höhen rund um Welzheim und der Landeshauptstadt Stuttgart orientiert, erklärte Zimmermann gestern in einer Pressemitteilung. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, auch und gerade über die Kreisgrenzen hinweg, sei vorzüglich und könne nun noch weiter ausgebaut und vertieft werden.

„Erfolgreich ist man miteinander“, sagt Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises und Vorsitzender der Fremdenverkehrsgemeinschaft. Wie das funktioniere, habe sich exemplarisch im laufenden Jahr 2019 gezeigt, in dem mit der Remstal-Gartenschau, den Winnender Heimattagen und dem Jubiläum Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald gleich drei Großveranstaltungen anstanden. Ein Baustein für den Gesamterfolg sei gewesen, dass diese Ereignisse „immer vernetzt gedacht“ worden seien, so Sigel. Auch Zimmermann hofft auf Synergien durch Kooperation: „Der Beitritt Gaildorfs stärke die Marke des Schwäbischen Waldes und werde den Namen Gaildorfs noch stärker als bisher in den Großraum Stuttgart tragen“, ist er überzeugt. Beispielhaft nennt Zimmermann die Angebote für Tagestouristen, die Wanderwege, das Gaildorfer Kulturpogramm mit Pferdemarkt, Open-Air-Kino und Schlosskonzerten. Und womöglich wird man beim nächsten Bluesfest auch die Waldfee treffen können.