Außergewöhnlich war das Feuerwerk, das zum Jahreswechsel in der Nähe des Gaildorfer Westbahnhofs gezündet wurde. Rund eine halbe Stunde lang staunten die Zuschauer und attestierten den Feuerwerkern fast schon Professionalität. Insgesamt flogen an Silvester in Gaildorf mehr Raketen Richtung Himmel als im zurückliegenden Jahr. Subjektiv gesehen schien auch mehr geböllert worden zu sein. Das gilt auch für die anderen Gemeinden im Limpurger Land.

Zum Jahreswechsel ist auch stets die Feuerwehr sensibilisiert und in Alarmbereitschaft. Das hat aus den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen seinen guten Grund. So musste in Murrhardt die Freiwillige Feuerwehr an Silvester um 22.15 Uhr in die Nägelestraße ausrücken. Dort stand ein Carport samt einem darin geparkten Auto in Flammen. Fahrzeug und Bauwerk wurden vernichtet. Auch ein angebautes Fünf-Familien-Haus wurde beschädigt. Die Polizei bezifferte gestern in einer ersten Schätzung den Schaden auf einen Betrag von rund 50.000 Euro. Spezialisten sind jetzt dabei nach der Brandursache zu forschen. Menschen wurden bei dem Feuer zum Glück nicht verletzt.

Niemand wird verletzt

Insgesamt, so die Bilanz der Polizeidirektion Aalen, mussten die Rettungskräfte an Silvester in den Landkreisen Schwäbisch Hall, Ostalb und Rems-Murr 18 Mal ausrücken. Überwiegend brannten Mülleimer, Altglas- und Altkleidercontainer, Hecken und Balkone. In den meisten Fällen seien „verirrte Feuerwerkskörper“ die Ursache für die Brände gewesen, sagen die Ermittler.         Glücklicherweise seien dabei keine Menschen verletzt worden. Den entstandenen Schaden könne man in den meisten Fällen als gering bezeichnen. Das kann man mit Sicherheit nicht für einen Fall in Ellwangen sagen. Dort ist am Neujahrsmorgen gegen 1 Uhr ein Wohnzimmer ausgebrannt. Laut Polizei splitterte die Glasscheibe eines Ofens aus noch unbekannter Ursache. Das Feuer griff dann zunächst auf das neben dem Ofen gelagerte Brennholz über. Kurze Zeit später stand der ganze Raum in Flammen und brannte vollständig aus. Ein 29 Jahre alter Mann versuchte den Brand zu löschen und erlitt dabei eine Rauchgasvergiftung. Auch in diesem Fall sind 50.000 Euro Schaden entstanden.

In Waiblingen musste an Silvester bereits um 11 Uhr ein Mehrfamilienhaus evakuiert werden. Die Polizei vermutet, dass vergessen wurde eine Herdplatte auszuschalten. Dies führte zu einem Küchenbrand. Die Feuerwehr war mit 51 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen vor Ort und wurde von neun Einsatzkräften des Rettungsdienstes unterstützt. In diesem Fall beziffert die Polizei den Schaden auf 15.000 Euro.

Mülleimer brennen

In Kirchheim an der Murr fiel am Neujahrstag eine Gartenhütte einem Feuer zum Opfer. Die Polizei geht davon aus, dass gegen ein Uhr ein Feuerwerkskörper die neben der Hütte abgestellten Mülltonnen entzündet hat. Die Feuerwehr war mit 36 Einsatzkräften vor Ort und löschte den Brand. Durch die starke Hitzeentwicklung wurde am Nachbarhaus ein Rollladen in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei geht von 6000 Euro Schaden aus.

Obwohl die Haller Stadtverwaltung für die Altstadt ein            Feuerwerksverbot ausgesprochen hatte, wurde im historischen Teil der Stadt eifrig geböllert und Raketen gezündet.