So sehr die Arbeit von Polizisten oft auch aus Routine besteht: Immer wieder geschehen Dinge, mit denen die Ordnungshüter nicht unbedingt rechnen. Und dabei geht es nicht nur um Unfälle, die aufgrund von besonderer verlorener Ladung hervorstechen, sondern mitunter auch um bizarre oder geradewegs surreale Ereignisse. Die 5 kuriosesten dieser Polizeimeldungen, die es im Jahr 2020 im Bereich Gaildorf gab, haben wir euch hier aufgelistet.

Platz 5: Senioren verstehen keinen Spaß

Dass kleine Streitigkeiten manchmal eskalieren können, ist nichts Neues. Was sich Anfang Februar allerdings in Backnang zugetragen hat, wirkt dann doch etwas übertrieben. So gerieten zwei Senioren aneinander, weil der eine mit seinem Fahrrad fast mit dem anderen zusammengestoßen war. Was mit einer wörtlichen Auseinandersetzung begann, steigerte sich schnell zu einer Rauferei, bei der der Fahrradfahrer mit seinem Fahrradschloss auf seinen Kontrahenten einschlug. Dieser hingegen setzte Pfefferspray ein. Glück für beide Streithähne: Eine Passantin konnte den Streit auflösen.

Platz 4: Sohn, ich bin enttäuscht

Wer das zweifelhafte Ziel verfolgt, sich in der kriminellen Szene einen Namen zu machen, sollte sich nicht gleich groß mit der Polizei anlegen. Was passiert, wenn man das Gegenteil tut, konnte ein 19-Jähriger Ende Juli feststellen, als er versuchte, mit einer Erpressungsmasche im Netz Geld zu machen. So landeten mehrere E-Mails, in denen er etwas „Schlimmes“ androhte und fünfstellige Geldbeträge bzw. große Mengen an Gras einforderte, auch mehrmals bei Mail-Eingängen der Polizei. Die Ordnungshüter ließen sich freilich nicht einschüchtern. Zudem hatte der Polizeiposten Murrhardt bereits einen Verdacht, wer der Absender sein könnte - eine Vermutung, die die Cybercrime-Spezialisten schnell erhärteten. Peinlich für den Möchtegern-Erpresser: Als er zur Durchsuchung seiner Wohnung hinzustieß, die letztlich Beweise gegen ihn zutage förderten, hatte er seine Mutter dabei.

Platz 3: Betrunkener stellt „The Shining“ nach

Durch die Luft fliegende Äxte müssen heutzutage keine Bedrohung sein. So ist Axtwerfen auf Zielscheiben eine Sportart, die sich wachsender Beliebtheit erfreut und unter anderem auch schon eine Disziplin bei „Schlag den Star“ war. Dass er nur Sport gemacht hat, konnte ein 60-Jähriger im August der Polizei aber nicht erzählen, nach dem, was sich in Fichtenberg zugetragen hatte. So hatte der betrunkene Mann einen 33-Jährigen beauftragt, ihm zwei Flaschen Wodka zu besorgen. Weil ihm dies offenbar zu lange dauerte, schlug er zunächst mit einer Axt auf die Haustür des 33-Jährigen ein und warf später noch eine Axt nach ihm. Dieser blieb aber unverletzt und konnte den Angreifer mit Hilfe eines Bekannten überwältigen. Groß war die Wut des 60-Jährigen anscheinend nicht: Auf dem Boden schlief er ein.

Platz 2: Hätte er mal lieber eine negative Kundenbewertung im Netz abgegeben

Was genau ihn so wütend gemacht hatte, blieb zwar unklar - auf jeden Fall war ein 19-Jähriger im November mit dem Ausgang seines Beratungsgesprächs in einer Gaildorfer Bankfiliale alles andere als zufrieden. Seine Frustration war so groß, dass er kurz nach Verlassen der Bank wieder zurückkehrte und den Bankberater körperlich angriff. Diese kurze Aggressionsentladung sollte nicht die letzte bleiben. So kam er kurz danach wieder in die Filiale, betrat unerlaubt ein Büro und versuchte, dem Bankmitarbeiter einen Faustschlag ins Gesicht zu verpassen. Danach zog er endgültig von dannen, bekam dann aber selbst Besuch - von der Polizei.

Platz 1: Biker sorgt mit ganz besonderem „Scheinwerfer“ für Aufmerksamkeit

Geld wächst zwar nicht auf Bäumen, manchmal fällt es einem aber dennoch wortwörtlich vor die Füße. Diese Erfahrung machten mehrere Personen im Juli in Murrhardt, als ein Motorradfahrer bei seiner Fahrt zwischen Hausen und Wahlenmühle mehrere Geldscheine auf der Straße verlor. Die meisten ließen sich von dem „Reichtum“ zu ihren Füßen aber nicht in Versuchung führen, sondern blieben anständig und gaben das aufgesammelte Geld bei der Polizei ab. Nur ein Autofahrer konnte nicht widerstehen - und sackte mehrere der Scheine für den eigenen Geldspeicher ein.